Leiter der wichtigsten meteorologischen Organisation weist Klimaextremisten deutlich zurecht

Überraschend direkt kritisierte der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Petteri Taalas, Klimaanalysten und "Weltuntergangspropheten".

Der Leiter der weltweit führenden Wetterforschungsorganisation hat überraschend Klimaanalysten in einer am 6. September veröffentlichten Stellungnahme zurechtgewiesen. Laut Experten markiert dies eine der wichtigsten Entwicklungen in der Klimadebatte seit Jahrzehnten.

Der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Petteri Taalas, sagte dem finnischen Magazin Talouselämä, dass er mit den Klimaextremisten und deren radikalen Maßnahmen zur Verhinderung einer angeblichen Apokalypse nicht einverstanden sei.

Jetzt sollten wir ruhig bleiben und darüber nachdenken, was wirklich die Lösung für dieses Problem ist“, sagte Taalas. „Es wird nicht das Ende der Welt sein. Die Welt wird bloß herausfordernder. In Teilen der Welt verschlechtern sich die Lebensbedingungen, aber die Menschen haben unter harten Bedingungen überlebt.“

Diese Aussagen kamen für Benny Peiser, dem Direktor der Global Warming Policy Foundation in London „völlig überraschend“, da Taalas bekannt dafür war, selbst alarmierende Aussagen über das Klima zu machen.

„Ich denke, sie beginnen zu erkennen, dass die gesamte Agenda von Extremisten missbraucht wurde und die Wirtschaft und die soziale Stabilität der europäischen Länder untergräbt“, sagte Peiser der Epoch Times.

Klimaanalysten drängen Gemeinschaft in radikale Richtung

Petteri Taalas meinte, dass die Meteorologen des Establishments zunehmend von radikalen Klimaanalysten angegriffen werden, die versuchen, die etablierte wissenschaftliche Gemeinschaft in eine radikale Richtung zu lenken. Er äußerte sich besonders besorgt über einige der von den Klimaanalysten geforderten Lösungen, wie beispielsweise die Forderung, dass Paare keine Kinder mehr in die Welt setzen sollten.

„Während die Klimaskepsis immer weniger ein Thema geworden ist, werden wir jetzt von der anderen Seite angegriffen. Klimaexperten wurden von diesen Menschen angegriffen und verlangen, dass wir viel radikaler sein sollten. Sie sind Schwarzseher und Extremisten. Sie verbreiten Drohungen“, sagt Taalas.

Die neueste Idee ist, dass Kinder eine schlechte Sache sind. Ich mache mir Sorgen um junge Mütter, die bereits unter großem Druck stehen. Das wird ihre Last nur noch erhöhen.“

Laut Myron Ebell, dem Vorsitzenden der Cooler Heads Coalition – einer Organisation, die den Klimaalarm infrage stellt – sind die Bemerkungen von Taalas wichtig, weil er die WMO leitet. Die WMO ist eine der beiden Organisationen, die 1988 den Weltklimarat (IPCC) gegründet haben. Seit seiner Gründung hat sich der Klimarat zur weltweit führenden Institution entwickelt, welche die Theorie fördert, dass menschliche Aktivitäten entscheidend zur globalen Erwärmung beitragen.

„Es ist eine große internationale Organisation. Sie besitzt eine Menge Glaubwürdigkeit, und dass der Vorsitzende davon spricht, dass die Panikmacher zu weit gegangen sind, ist wichtig“, meint Ebell. Und weiter:

Wenn Menschen in der Vergangenheit in eine realistischere oder skeptischere Richtung aus der Reihe tanzten, war das alarmierende Establishment ziemlich effektiv – und oft auf eine sehr brutale Art und Weise – und bestrafte oder zwang die Menschen, sich wieder einzugliedern.“

Während Taalas seine Beispiele in der Klimadebatte auf Finnland beschränkte, ähneln einige der von Ebell erwähnten Extrema, der Rhetorik der Klimaanalysten in den Vereinigten Staaten. Die sozialdemokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez ist zu einer der Hauptfigur dieser Bewegung in den USA geworden. Diese Kongressabgeordnete aus New York propagiert regelmäßig die Theorie, dass die Welt sich auf einem irreversiblen Weg auf eine Apokalypse zubewegt. Die Vereinigten Staaten müssten dazu radikale Maßnahmen ergreifen und die Kohlendioxidemissionen innerhalb von zwölf Jahren radikal minimieren.

Die Frist, auf die Ocasio-Cortez verweist, geht auf einen Sonderbericht des IPCC zurück, in dem es heißt: „Die globale Erwärmung wird voraussichtlich zwischen 2030 und 2052 1,5 °C erreichen, wenn sie mit der derzeitigen Geschwindigkeit weiter zunimmt“. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Risiken langfristiger oder irreversibler Auswirkungen auf die Ökosysteme der Erde höher sind, wenn die Erwärmung bis 2030 die 1,5-Grad-Marke überschreitet.

Taalas wies darauf hin, dass Klimaextremisten selektiv Fakten aus den IPCC-Berichten auswählen, die zu ihrer Erzählung passen.

Die IPCC-Berichte wurden in ähnlicher Weise wie die Bibel gelesen: Man versucht, bestimmte Stücke oder Abschnitte zu finden, mit deren Hilfe man dann seine extremen Ansichten rechtfertigt. Das ähnelt religiösem Extremismus“, so Taalas.

Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore nannte Taalas‘ Bemerkungen den „größten Riss in der alarmistischen Darstellung seit langem“.

Meterorologen haben genug von den Katastrophen von Greta, Mann, Gore und AOC

„Die Meteorologen sind echte Wissenschaftler und haben wahrscheinlich genug von den Katastrophen von Greta, Mann, Gore und AOC. Gut für ihn“, schrieb Moore auf Twitter am 7. September. AOC ist das gebräuchliche Akronym für Ocasio-Cortez. Die drei anderen in der Botschaft genannten sind Michael Mann, ein Klimatologe, Greta Thunberg, eine 16-jährige schwedische Schülerin und der ehemalige Vizepräsident Al Gore.

Die überwiegende Mehrheit der vom IPCC als Grundlage für dessen Vorhersagen verwendeten Klimamodelle hat wiederholt fälschlicherweise höhere Temperaturen vorhergesagt. Nach einer Analyse des Cato Institute prognostizierten 105 der 108 Modelle für den Zeitraum von 1998 bis 2014 höhere Oberflächentemperaturen als tatsächlich erfasst wurden.

Das IPCC hat bereits zugegeben, dass Klimamodelle nicht dazu verwendet werden können, langfristige Klimaänderungen genau vorherzusagen.

„Kurz gesagt, eine Strategie muss erkennen, was möglich ist. In der Klimaforschung und -modellierung sollten wir erkennen, dass es sich um ein gekoppeltes nichtlineares chaotisches System handelt und daher eine langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist“, heißt es im Bericht des IPCC aus dem Jahr 2018.

Peiser sagte, dass er Taalas‘ Kommentare an eine Liste von 5.000 Medienkontakten geschickt habe, jedoch niemand die Geschichte aufgegriffen habe. Peisers gemeinnützige Organisation hat die erste Übersetzung der Kommentare veröffentlicht, von denen einige nach Überprüfung für diesen Artikel übernommen wurden.

„Ich denke, die Leute sind völlig schockiert über die Sprache, die er benutzt“, sagte Peiser. „Er spricht von einem religiösen Kult. Er spricht davon, dass Menschen Extremisten und Weltuntergangsapostel sind. Es ist ziemlich atemberaubend. Die Sprache, die er benutzt und das Signal, das er aussendet, ist: „Wir haben Angst vor diesen Extremisten. Sie zerstören unsere Gesellschaft.“

Der Originalartikel erschien in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von rm)
Originalfassung: Head of Key Meteorological Organization Slams Climate Extremists, in Unprecedented Move

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