Stinkende Müllberge in Griechenland wegen Streiks der Müllabfuhr

Epoch Times29. Juni 2017 Aktualisiert: 29. Juni 2017 15:39
Athen stinkt und kocht: Nach zehn Tagen Streik der Mitarbeiter der Müllabfuhr liegen fast an jeder Ecke der griechischen Hauptstadt Berge von Müll. Auch in anderen Städten des Landes wird der Müll nicht eingesammelt. Tsirpas bemüht sich um Beendigung das Streiks.

Athen stinkt und kocht: Nach zehn Tagen Streik der Mitarbeiter der Müllabfuhr liegen fast an jeder Ecke der griechischen Hauptstadt Berge von Müll. Auch in anderen Städten des Landes wird der Müll nicht eingesammelt. Die Zeitverträge von rund 10 000 Angestellten laufen Ende des Monats ab. Dann müssen die meisten gehen. Nur 2500 Mitarbeiter sollen eine Festanstellung bekommen können.

Ihre Gewerkschaft fordert ihre Festeinstellung. „Die Stadt stinkt und kocht“, sagte ein Passant der dpa bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius im Schatten. In Griechenland dürfen wegen der harten Sparprogramme nur begrenzt neue Arbeiter vom Staat angestellt werden.

Der griechische Ministerpräsident, Alexis Tsipras, hatte laut Aussagen des ORF.at bei einem Treffen mit der Führung der Gewerkschaft der Müllarbeiter (POE-OTA) versucht, den Streik zu beenden. Tsipras habe den Arbeitern versprochen, er werde dafür sorgen, dass fast keiner von ihnen entlassen werde, berichteten griechische Medien übereinstimmend. POE-OTA teilte mit, diese Versprechungen reichten nicht aus. Das, was Tsipras sage, müsse gesetzlich geregelt werden, forderte ein Sprecher der Gewerkschaft im Fernsehen. Die Müllarbeiter hatten zuvor beschlossen, ihren landesweiten Streik bis Donnerstag fortzusetzen.

Das Gesundheitsministerium warnt vor Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Die aktuelle Hitzewelle erhöhe das Risiko für die Ausbreitung von Krankheiten. Das Gesundheitsministerium forderte in einem Rundschreiben an das Innen- und das Umweltministerium eine schnelle Lösung des Problems.
(dpa/orf/mh)
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