Private Pflegeeinrichtungen: Verband warnt vor Pleitewelle

Insolvenzen und Betriebsschließungen gibt es zunehmend auch bei Pflegeeinrichtungen. Der Verband warnt vor der „Gefahr eines Flächenbrandes“ in der Branche.
Titelbild
Wie geht es weiter mit der Pflege?Foto: iStock
Epoch Times29. Mai 2023

Der Verband der privaten Pflegeeinrichtungen hat angesichts des akuten Fachkräftemangels in der Branche vor einer Pleitewelle mit weitreichenden Auswirkungen für Pflegebedürftige und ihre Familien gewarnt. Es bestehe „die große Gefahr eines Flächenbrandes“, sagte der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (BPA), Bernd Meurer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es mehrten sich Berichte über Insolvenzen oder Betriebsschließungen, bei Familienunternehmen wie größeren Betreibern, erklärte Meurer. Es sei davon auszugehen, „dass das keine Einzelfälle mehr sind“.

Unter Berufung auf eine Befragung unter den Mitgliedsunternehmen seines Verbands erklärte Meurer, fast 70 Prozent davon hätten angegeben, Sorgen über ihre wirtschaftliche Existenz in naher Zukunft zu haben.

Sollte es zu einer Pleitewelle kommen, blieben „die Pflegebedürftigen und ihre Familien in großer Zahl auf der Strecke“, sagte der Verbandschef, dessen Mitgliedsunternehmen mehr als 13.000 Pflegeeinrichtungen betreiben.

Wesentlicher Grund für die Lage sei der Fachkräftemangel, durch den Heimplätze nicht belegt werden könnten. Bei einer Belegung von unter 80 Prozent sei ein Heim „kaum noch wirtschaftlich betreibbar“, erklärte Verbandschef Meurer weiter. Dabei sei der Arbeitsmarkt leergefegt, bürokratische Hürden erschwerten zudem die Einstellung ausländischer Fachkräfte. (afp)



Epoch TV

Epoch Vital

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion