Altmaier: Bei Energieversorgung Gemeinsamkeiten mit USA

Epoch Times12. Februar 2019 Aktualisiert: 12. Februar 2019 14:35
Das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 für Erdgas aus Russland wird in den USA kritisiert. Trotz unterschiedlicher Interessen sieht der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier Gemeinsames mit den USA.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat bei der Energieversorgung trotz Differenzen beim Pipeline-Projekt Nord Stream 2 auf Gemeinsamkeiten mit den USA hingewiesen.

„Eine sichere und verlässliche Energieversorgung in Deutschland und Europa ist ein gemeinsames Anliegen Deutschlands und der USA“, sagte der CDU-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Altmaier berät am Dienstag mit US-Vertretern über Möglichkeiten eines stärkeren Imports von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA.

Auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen beim Thema Nord Stream 2 haben, gibt es auch viel Verbindendes“, sagte Altmaier.

Bei der LNG-Konferenz solle mit deutschen und US-amerikanischen Unternehmen sowie Verbänden die Entwicklung eines LNG-Importmarktes erörtert werden:

Denn mit LNG können wir Gas von noch mehr Anbietern beziehen und so unsere Versorgungssicherheit weiter erhöhen – am Ende muss es aber natürlich zu wettbewerbsfähigen Preisen geschehen.“

Die USA wollen mehr Flüssigerdgas in Europa verkaufen. Das US-Flüssigerdgas gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig. In Deutschland wird aus Sicht auch Altmaiers in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Kernenergie aus und will dazu schrittweise auch aus dem Kohlestrom aussteigen.

Der zusätzlichen Gasversorgung dienen soll auch die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland, die von den USA äußerst kritisch gesehen wird. Am Freitag hatten sich die EU-Staaten auf einen Kompromiss verständigt, der den Weiterbau der Pipeline ermöglicht. Demnach könnten über Änderungen an der EU-Gasrichtlinie zwar strengere Auflagen für das Milliardenprojekt beschlossen werden. Zugleich soll aber sichergestellt werden, dass die Fertigstellung der 1200 Kilometer langen Leitung davon nicht gefährdet wird. (dpa)

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