Hongkong ist zum globalen Symbol für den Widerstand gegen Chinas Tyrannei geworden

Von 9. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 12:59

Mit den fortwährenden Protesten gegen Chinas totalitäre Pläne leisten die Hongkonger Demonstranten dem eigenen Volk, ihrer Stadt, Macau, China und dem Rest der Welt einen enormen Dienst.

Die Menschen in diesem kleinen Territorium, das Teil von Chinas „Ein Land, zwei Systeme“-Politik ist, zeigen der Welt, was Mut angesichts einer totalitären Diktatur wirklich bedeutet.

Die Demonstrationen zeigen die Notlage Hongkongs und werfen den Blick darauf, wie sich China in Hongkong einmischt und was seine Vertreter da tun. Hongkong ist angesichts von Chinas Mobbing und militärischen Drohungen zu einem Symbol für Freiheit geworden.

In einem früheren Beitrag sind wir bereits auf die Möglichkeit eingegangen, dass die Proteste in Hongkong in ähnlicher Weise enden könnten wie das Massaker auf dem Tiananmen-Platz 1989. Aber wie es nun tatsächlich in Hongkong ausgeht, bleibt abzuwarten.

Unabhängig davon ist die symbolische Bedeutung der Stadt unbestreitbar. Für die Demonstranten heute ist die Lage nicht weniger gefährlich als die für die prodemokratischen Demonstranten vor dreißig Jahren auf dem Platz des Himmlischen Friedens.

Lektion aus der Vergangenheit

Erinnern wir uns daran, dass sich im Frühjahr 1989 ein junger Student – später weltweit bekannt als „Panzermann“ – vor einen Panzer stellte und diesem den Weg blockierte.

Das ganze ereignete sich umittelbar nach dem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Tausende seiner Mitstudenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens brutal ermordet hatte.

Die Studenten demonstrierten damals gegen die Korruption der KP Chinas und für die Einführung der Demokratie. Die heutigen Demonstranten in Hongkong hingegen wollen mit ihren Protesten verhindern, dass ihnen ihre demokratischen Rechte und Freiheiten wieder genommen werden.

Das Massaker von Tiananmen ist ein Zeugnis der Brutalität und Bösartigkeit der Kommunistischen Partei Chinas und ist richtungsweisend für die Zukunft.

Zudem offenbart es die Unmenschlichkeit der kommunistischen Führer. Der tapfere Panzermann wurde zum Symbol für friedlichen Widerstand und Zivilcourage angesichts der Tyrannei der KP Chinas.

Die Situation hat sich geändert, aber das Wesen der KP nicht

Dreißig Jahre später hat sich in China vieles verändert, vieles aber auch nicht. 1989 war China noch wirtschaftlich eine schwache Nation, die von riesigen Kapitalmengen und technologischen Investitionen aus dem Westen profitierte.

Trotz des Massakers auf dem Tiananmen-Platz haben die Vereinigten Staaten alles daran gesetzt, um die Beziehungen zwischen den USA und China aufrecht zu erhalten und China bei der wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen.

Der ehemalige US-Präsident George H.W. Bush schrieb sogar dem ehemaligen KPCh-Chef Deng Xiaoping zu diesem Zweck einen persönlichen Brief. Sie gingen davon aus, dass mit der wirtschaftlichen Entwicklung mehr politische Offenheit einhergehen würde.

Die westlichen Investitionen trieben Chinas Wachstum und damit einhergehenden Reichtum und Macht in den nächsten drei Jahrzehnten an.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Heute sieht man, wie naiv es war, zu denken, dass die KPCh mit zunehmendem Wohlstand Chinas ihren Griff lockern würde. China ist eine reiche Nation mit der zweitgrößten Wirtschaft der Welt. Aber an der grundlegenden Natur der KP Chinas hat sich nichts geändert.

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas hat nur dazu geführt, dass das Regime gegenüber seinem Volk noch grausamer und tyrannischer vorgeht.

Und die Lektion daraus ist: China ist unter der Herrschaft der KPCh zu einer gefährlicheren und zerstörerischen Weltmacht geworden, die nicht nur eine Bedrohung für ihre Nachbarn darstellt, sondern für die ganze Welt.

Gegen China bestehen

Glücklicherweise hat sich im Gegensatz zu 1989 die Haltung Amerikas gegenüber China völlig verändert. Mit Präsident Donald Trump im Amt hat China ein ganz anderes Amerika vor sich.

Im Gegensatz zu früheren Präsidenten nimmt dieser China als den geopolitischen und wirtschaftlichen Gegner wahr, der er in Wirklichkeit ist, statt sich Wunschdenken hinzugeben.

Trumps Politik ist klar und unmissverständlich darauf ausgerichtet, Chinas Ziel, die Vereinigten Staaten als Weltmarktführer zu ersetzen, zu vereiteln.

Der Handelskrieg ist beispielsweise eine Reaktion auf Chinas korrupte Handelspraktiken und den Diebstahl von US-Technologie.

Mit dem Verbot von Huawei und anderen chinesischen Unternehmen will Trump die Verbreitung von Spyware-Technologie im Land stoppen.

Die Ausweitung der US-Militärhilfen für Taiwan ist eine direkte Antwort auf Chinas Plan, Taiwan in 2020 – wenn nötig sogar gewaltsam – zu übernehmen.

Hongkong ist jetzt das Symbol des Widerstandes

Auch wenn Taiwan ganz oben auf Xis Agenda steht, ist Hongkong heute das wichtigste Symbol für den Widerstand gegen den chinesischen Expansionskurs. Die Welt wird Zeuge der sichtbar friedlichen Demonstrationen sowie der gewalttätigen Reaktionen der Handlager der KP Chinas.

Die Gefahren, die mit der Wiedervereinigung einhergehen sowie die Verlogenheit des Modells „Ein Land, zwei Systeme“ sind nicht mehr bloße Theorie sondern werden durch die Proteste real.

Gleichzeitig offenbaren Xis relativ moderate Reaktion auf die Demonstrationen gegen seine Herrschaft und die der KP Chinas die tiefe finanzielle Verwundbarkeit Chinas.

Xi ist sich bewusst, dass Hongkong wirtschaftlich intakt bleiben muss. Die herausragende Stellung als einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt ist für China unersetzlich.

Das Dilemma Chinas besteht daher darin, Hongkong seiner Freiheiten zu berauben und es direkt unter die Herrschaft der KP Chinas zu stellen, ohne dabei dem Einfluss Hongkongs als Wirtschaft- und Finanzzentrum zu schaden.

Im globalen Kampf um die Vorherrschaft gewinnen die Proteste in Hongkong noch mehr an Bedeutung. Wenn Xi Jinping der Chinesischen Befreiungsarmee befiehlt, das, was sich auf dem Tiananmen-Platz ereignet hat, in Hongkong zu wiederholen, wird er Hongkong sicherlich „gewinnen“, aber noch viel mehr verlieren.

James Gorrie ist ein Schriftsteller mit Sitz in Texas. Er ist der Autor von „The China Crisis“. Der Originalartikel ist unter Hong Kong Is Now a Global Symbol of Resistance Against China erschienen. Die deutsche Bearbeitung erfolgte durch nh.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.