Wie viele Murmeln hat Janell jetzt?Foto: iStock / ts/Epoch Times

Unlösbare Matheaufgabe einer Drittklässlerin verwirrt das Internet – Finden Sie die Lösung?

Von 18. März 2020 Aktualisiert: 17. März 2020 17:54
"Janell hatte 15 Murmeln. Sie verliert einige. Wie viele Murmeln hat Janell jetzt?", lautete die Matheaufgabe einer Drittklässlerin. Unfähig die Lösung zu bestimmen, wandte sich ihre Mutter an das Internet und löste eine virale Diskussion aus.

Wenn die eigenen Kinder in die Schule kommen und an den Matheaufgaben verzweifeln, müssen sich auch Eltern – Jahre nach ihrem „Friedensangebot“ mit der Mathematik – wieder mit dem berühmt-berüchtigten Fach auseinandersetzten. Auch Dusty Sappington, Mutter der achtjährigen Izzy aus Mississippi, sah sich plötzlich damit konfrontiert.

Wie es schien, war die Aufgabe definitiv nicht für eine Grundschülerin geeignet. Nachdem weder Sappington noch ihre Tochter zu einer annehmbaren Lösung gekommen waren, wandte sich die Mutter an das Internet. Auf Reddit fand sie jedoch zunächst keine Lösung, löste aber eine große Diskussion aus.

Izzy besuchte 2017 die dritte Klasse einer Privatschule, die sonst auf die Lernsituation jedes Schülers eingeht. Die Mutter war sich nicht sicher, was sie von dieser Aufgabe halten sollte: Janell hatte 15 Murmeln. Sie hat einige davon verloren. Wie viele hat Janell jetzt?

Vor lauter Verwirrung „beantwortete“ Izzy die Aufgabe mit einem Fragezeichen.

Ist diese Frage für die dritte Klasse fair?

Die Aufgabe ist klar geschrieben und leicht zu verstehen, aber wie lautet die Antwort? Benötigt das Problem nicht mehr Informationen, um gelöst zu werden?

„Heute habe ich gelernt, dass ich möglicherweise weniger bei den Mathe-Hausaufgaben erreichen werde als einige Drittklässler. Früher war ich so selbstbewusst und großspurig“, schrieb ein Reddit-Nutzer, nachdem er sich ebenfalls an dem Rätsel die Zähne ausgebissen hatte.

Welche Antwort hatte Izzys Lehrerin eigentlich erwartet? Hat sie überhaupt eine Antwort erwartet – und wie hat sie diese bewertet? Sappington fragte kurzerhand nach und brachte Licht ins Dunkel und Ordnung in die rauchenden Köpfe der Reddit-Nutzer.

Wissen Sie schon eine Antwort? Wenn nicht, nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit. Sowohl die mathematisch korrekte, als auch die von der Lehrerin gewünschte Lösung verraten wir Ihnen unten.

This 3rd grade math problem… from funny

Janell hat noch „einige Murmeln“

Aus Sicht eines Mathematikers ist die Antwort einfach. Janell kann nicht mehr Murmeln verlieren als sie anfangs hatte. Sie hat jedoch nicht alle Murmeln verloren, sodass sie noch mindestens eine Murmel übrig hat. Da sie aber „einige“ – oder anders gesagt, „mindestens zwei“ – verloren hat, hat sie höchstens noch 14 Murmeln.

Da es keine halben Murmeln gibt, lautet die korrekte Antwort 14 > x > 0, x ∈ Ν. Kinderfreundlich übersetzt heißt das, Janell hat weniger als vierzehn aber mindestens eine ganze Murmel.

Auch andere Antworten, wie „15 – x“ oder „< 15“, erfassen den Kern der Lösung. Fraglich bleibt jedoch, ob die Aufgabe überhaupt für eine Drittklässlerin geeignet war. Diese Frage stellten sich auch die Reddit-Nutzer und so kommentierte einer: „Ich glaube nicht, dass das eine faire Frage der dritten Klasse ist.“

Wieder andere Nutzer sahen die lustige Seite und schrieben, dass Janell nicht nur die Murmeln, sondern angesichts der Frage auch den Verstand verloren habe – woraufhin Sappington antwortete: „Ich auch …“

Bei Hausaufgaben von Tante Google verlassen

Schließlich löste Sappington das Rätsel auf: „Ich habe heute mit ihrer Lehrerin gesprochen und herausgefunden, dass die Lösung darin bestand, ’sich eine eigene Antwort zu überlegen‘.“ Izzys verwirrtes Fragezeichen „wurde nicht als falsch angesehen“, berichtete die Mutter.

„Ich bin mir nicht sicher, ob es irrtümlich gedruckt wurde“, erzählte die Mutter in einem Interview. Dann fügte sie hinzu: „Als Mutter einer Dritt- und einer Fünftklässlerin habe ich im Laufe der Jahre viele Hausaufgaben gesehen, bei denen unsere Familie über die Absurditäten gelacht, sich am Kopf gekratzt und sich zu sehr auf Google verlassen hat.“



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion