Blut und Plasma.Foto: MARION BERARD/AFP/Getty Images

Zwei Covid-19-Patienten in Südkorea nach Behandlung mit Blutplasma geheilt

Epoch Times7. April 2020 Aktualisiert: 7. April 2020 15:12

In Südkorea haben sich zwei ältere Patienten von ihrer schweren Lungenerkrankung erholt, nachdem sie mit dem Blutplasma geheilter Corona-Patienten behandelt worden sind. Eine Plasma-Therapie könne zu einer alternativen Behandlung für schwerkranke Covid-19-Patienten werden, die nicht auf antivirale Medikamente ansprächen, sagte am Dienstag Choi Jun Yong, Arzt und Forscher am Severance Hospital in Seoul, in dem beide Patienten behandelt wurden. Es seien jedoch umfassende klinische Tests notwendig, um die Wirksamkeit zu beweisen.

Bei einem der Patienten handelte es sich demnach um einen 71-jährigen Mann ohne Vorerkrankungen, dessen Zustand sich erst besserte, als er mit dem Plasma eines geheilten Patienten zwischen 20 und 30 Jahren und Steroiden behandelt worden sei. Er war wegen einer schweren Lungenerkrankung zunächst mit Malaria-Medikamenten behandelt und an ein Atemgerät angeschlossen worden.

Bei einer 67 Jahre alten Patientin schlugen erste Therapien ebenfalls nicht an, darunter Malaria- und HIV-Medikamente und die Verabreichung von Sauerstoff. Ihr ging es erst mit einer gleichzeitigen Behandlung mit Blutplasma und Steroiden besser, wie die Wissenschaftler in Seoul mitteilten. Sie veröffentlichten ihre durch Fachleute überprüften Erkenntnisse im Journal of Korean Medicine.

Die Erkenntnisse aus Seoul wecken Hoffnungen im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wissenschaftlern zufolge enthält das Blutplasma der von Covid-19 geheilten Menschen Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2. In kleinen Studien wurde zuvor bereits nachgewiesen, dass Plasma-Transfusionen bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Ebola und Sars helfen.

In Frankreich begannen am Dienstag in Pariser Krankenhäusern Tests an 60 Patienten, von denen die Hälfte Blutplasma geheilter Corona-Patienten bekommt. Auch in Deutschland sind solche Tests geplant. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion