Antifa und „Linke Köln” demonstrieren gegen „türkischen Angriffskrieg“ – Polizei alarmiert

Epoch Times18. Oktober 2019 Aktualisiert: 18. Oktober 2019 21:56
Angemeldet wurde die Kölner Demonstration von den Gruppen "Interventionistische Linke Köln" und "Antifaschistisches Aktionsbündnis Köln gegen Rechts". Auch in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Magdeburg, Freiburg und Saarbrücken sind Veranstaltungen geplant.

Ungeachtet der zwischen den USA und der Türkei vereinbarten Waffenruhe für Nordsyrien wollen am Samstag mehrere tausend Menschen in Köln gegen die türkische Militäroffensive demonstrieren. Die Veranstalter erwarten 15.000 Teilnehmer, darunter vor allem Kurden. Ebenfalls am Samstag soll in neun weiteren Städten demonstriert werden.

Angemeldet wurde die Kölner Demonstration unter dem Motto „Gegen den türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien – Solidarität mit Rojava“ von den Gruppen „Interventionistische Linke Köln“ und „Antifaschistisches Aktionsbündnis Köln gegen Rechts“. Sie startet um elf Uhr an zwei Orten in der Innenstadt, für 15 Uhr ist eine gemeinsame Kundgebung geplant.

Sorge vor Gewalt

Die Kölner Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Die Polizei hat mehrere Hundertschaften sowie Wasserwerfer angefordert. Ähnlich wie bei anderen Demos in den vergangenen Tagen befürchtet die Kölner Polizei auch gewalttätige Aktionen. Deshalb wird nun auch ein Verbot der Versammlung geprüft.

Laut einem Aufruf des Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit in Berlin soll es zudem Versammlungen in Berlin sowie in Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Magdeburg, Freiburg und Saarbrücken geben.

Waffenruhe vereinbart

Die USA und die Türkei hatten sich am Mittwoch auf eine Waffenruhe in Nordsyrien geeinigt. Die Türkei werde ihren Militäreinsatz gegen die Kurdenmilizen 120 Stunden lang stoppen, sagte US-Vizepräsident Mike Pence in einer Pressekonferenz in Ankara am Donnerstagabend.

Ziel sei, dass die Kämpfer der YPG-Miliz abziehen können. Diese Phase habe bereits begonnen. Nach dem vollständigen Abzug der Kurdenmilizen solle die Offensive ganz beendet werden.

Eine hochkarätige US-Delegation unter Führung von Pence sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten das Abkommen am Donnerstag in mehrstündigen Verhandlungen erzielt. (afp/dpa/sua)

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