Eine Berlinerin fährt mit dem Fahrrad im Park.Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Gesundheitssenatorin: Berliner müssen sich auf Kontaktbeschränkungen einstellen

Epoch Times25. September 2020 Aktualisiert: 25. September 2020 19:54

Die Menschen in Berlin müssen sich womöglich schon bald wieder auf Kontaktbeschränkungen einstellen. Details dazu werde der Senat am Dienstag erörtern, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag dem Sender RBB nach einem Treffen mit Bezirksvertretern.

Der Senat hatte Ende Juni Kontaktbeschränkungen aufgehoben, nachdem die Zahl der positiv Getesteten gesunken war. Zur Hochphase der Corona-Pandemie durften Menschen in Berlin höchstens eine haushaltsfremde Person treffen.

Denkbar sei nun, dass sich wie bis Ende Juni erneut nur maximal fünf Menschen oder Personen aus zwei Haushalten treffen dürften, sagte Kalayci. Außerdem sei sie sich mit den Vertretern der Innenstadtbezirke einig gewesen, private Feiern einzuschränken. Hier könnte es eine Obergrenze von maximal 50 Personen im Freien und 25 Personen in geschlossenen Räumen geben.

„Alle Empfehlungen sollten ab einer berlinweiten Inzidenz von 30 greifen“, sagte die Gesundheitssenatorin. Die sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Vereinbart wurde nach Angaben von Kalayci auch, die Kontrollen zu verstärken, dies gleichzeitig aber auch mit einer Aufklärungskampagne zu verbinden. Vor allem junge Menschen sollten damit erreicht werden.

Über Alkoholausschankverbote oder Alkoholverkaufsverbote sei bei dem Treffen mit Bezirksvertretern keine Übereinkunft erzielt worden, sagte die Gesundheitssenatorin weiter. Insgesamt zeigte sie sich besorgt: „Wir haben eine sehr ernste Lage in Berlin.“

An dem Treffen in der Gesundheitsverwaltung nahmen Vertreter der Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf teil. In diesen Bezirken ist es in den vergangenen Tagen zu besonders vielen Neuinfektionen mit dem Coronavirus gekommen. (afp/nh)

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