Söder: „Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten“

Epoch Times7. April 2020 Aktualisiert: 7. April 2020 11:39
Wie könnte eine Exit-Strategie aussehen, wie könnte der Weg zurück zu mehr Normalität in Deutschland aussehen? Bayerns Regierungschef Söder kündigt an, dass der Anti-Corona-Kampf wohl noch länger dauern wird.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zur Eindämmung des Coronavirus noch länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht gestellt.

Zudem stimmte er die Menschen am Montagabend darauf ein, dass das Tragen von Masken auch hierzulande in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden dürfte.

„Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu“, sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD.

Und er fügte hinzu: „Da gehört auch dazu, dass Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren in bestimmten Bereichen wie der Gastronomie sicher noch länger erhalten bleiben.“ Aber es könne auch „Lichtblicke“ geben, wo man sich weiterentwickeln könne.

Söder mahnt zur Vorsicht

Dieser Weg müsse „in sich schlüssig“ sein. Wie dieser Weg aussehen könnte, darüber wollten die Ministerpräsidenten kommende Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, betonte Söder. „Wir müssen vorsichtig sein und dürfen keinen Rückfall riskieren.“

Zuletzt hatten Bund und Länder geltende Kontaktsperren und weitere Beschränkungen noch einmal bis einschließlich 19. April verlängert.

„Der verstärkte Einsatz von Masken ist dringend notwendig“, sagte Söder. Diese schützten zwar weniger den Träger selbst, „aber den anderen vor Ansteckung“. „Damit wird natürlich ein erhöhter Schutz gewährleistet.“ Es sei deshalb wichtig, so viele Masken wie möglich auch in Deutschland herzustellen, um die Bevölkerung damit besser zu versorgen.

Und dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen müssten, etwa bei der Arbeit, im öffentlichen Nahverkehr oder in Geschäften, brauche man „einen verstärkten Einsatz von Masken, absolut“. Grundschülern könne man dagegen kaum eine Maskenpflicht auferlegen.

Freiwillige Handy-App

Zudem sprach sich Söder für eine freiwillige Handy-App aus, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. „Wir brauchen auf jeden Fall ein Nachverfolgungssystem“, sagte er. „Wir brauchen eine deutsche App.“

Wäre eine solche App verpflichtend, hätte das eine größere Wirkung – aber das sei mit der Idee, die man in Deutschland habe, nicht vereinbar. Sinnvoll sei deshalb die freiwillige Lösung.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechtfertigte das geplante langsame Hochfahren des öffentlichen Lebens in seinem Land. „Wir waren sehr, sehr restriktiv, und wir waren sehr, sehr schnell in unseren Maßnahmen“, sagte er.

Deshalb könne man Österreich nun ganz behutsam und schrittweise wieder hochfahren. Es brauche dazu aber „Begleitmaßnahmen“ wie die Maskenpflicht in einigen Bereichen.

Österreich ist drei Wochen voraus

Söder sagte dazu, Österreich sei ungefähr drei Wochen voraus – allein schon deshalb, weil die „Hauptinfektionen“ in Bayern und großen Teilen von Deutschland aus Österreich gekommen seien. „Wir haben uns ja sozusagen über das Skifahren in ganz Deutschland infiziert.“ Vor allem der Skiort Ischgl gilt als Ausgangspunkt vieler Ansteckungen.

Über die Ankündigungen von Kurz zur langsamen Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen sagte Söder: „Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das Modell eins zu eins taugt, denn es ist an einigen Stellen nicht sehr konsequent.“ In Deutschland sei man nun besser beraten, die Maßnahmen fortzusetzen und deren Wirkung abzuwarten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Das ist nicht wie ein Gewitter, das einfach so vorbeizieht“, sagte Söder über die Corona-Krise. Man müsse aufpassen, dass man nicht durch zu schnelle Entscheidungen einen schweren Rückfall bekomme. Man dürfe nicht zu früh wieder aufstehen. Auch Österreich habe jetzt nicht plötzlich alles gelockert. „Die Ausgangsbeschränkungen bleiben ja.“ (dpa)

Unsere Buchempfehlung

Krankheiten wie COVID-19, Katastrophen und seltsame Naturereignisse machen den Menschen aufmerksam: etwas läuft schief. Es läuft tatsächlich etwas sehr schief. Die Gesellschaft folgt - verblendet vom "Gespenst des Kommunismus" - einem gefährlichen Weg.

Es ist der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, zwischen dem Göttlichen und dem Teuflischen, die in jedem Menschen wohnen.

Dieses Buch schafft Klarheit über die verworrenen Geheimnisse der Gezeiten der Geschichte – die Masken und Formen, die das Böse anwendet, um unsere Welt zu manipulieren. Und: Es zeigt einen Ausweg. „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“ wird im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]