Trotz internationaler Warnungen: Gesundheitsministerium denkt nicht an Stopp der Impfkampagne

Die COVID-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und Novavax können zu schweren Herzerkrankungen führen – das räumt sogar das Bundesgesundheitsministerium ein. Trotz deutlich angestiegener Fallzahlen sieht das Ministerium aber keinen Grund, die Impfstoffe vom Markt zu nehmen: Der Nutzen überwiege noch immer das Risiko.
Titelbild
Impfschaden am Herzen? Dass schwere Fälle vorkommen, räumt selbst das Gesundheitsministerium ein. Einen Anlass zum Stopp der Impfungen sieht es aber nicht.Foto: iStock
Von 15. Februar 2023

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lehnt es noch immer ab, der dringenden Empfehlung hochrangiger Wissenschaftler zu folgen und die COVID-Impfstoffe zumindest vorübergehend vom Markt zu nehmen.

Der Anstieg der Sterbefallzahlen speziell in den letzten Monaten des Jahres 2022 (Dezember: plus 19 Prozent gegenüber den Vergleichswerten der vier Vorjahre) führt das BMG auf mehrere mögliche Ursachen zurück. So könnten „demographische Veränderungen“ und „coronabedingte Sterbefälle“ eine Rolle gespielt haben, schrieb eine Sprecherin auf Anfrage der Epoch Times.

Genaueres wisse man noch nicht: „Zu dieser Frage können die später vorliegenden Ergebnisse der Todesursachenstatistik zusätzliche Hinweise geben“, vertröstet das Ministerium.

Myokarditis und Perikarditis „sehr selten“

„Schwerwiegende Nebenwirkungen nach Impfungen“ seien nach der inzwischen vorliegenden „umfangreichen Datenlage“ zwar beobachtet worden – aber nur „selten bzw. sehr selten“, teilte das BMG weiter mit. Sehr selten bedeutet im Kontext einer unerwünschten Nebenwirkung in weniger als einem von 10.000 Fällen, selten bedeutet in weniger als einem von 1.000 Fällen.

Das Ministerium räumte zwar ein, dass die Herzerkrankungen Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Perikarditis (Entzündung des bindegewebigen Herzbeutels) als „sehr seltene Nebenwirkungen der zugelassenen COVID-19 Impfstoffe Comirnaty, Spikevax und Nuvaxovid“ existierten und auch in den Produktinformationstexten beschrieben würden. Aktuelle „Erkenntnisse zu Verdachtsfallmeldungen einer Myo-/Perikarditis“ und zu den gemeldeten Verdachtsfällen aufgetretener Nebenwirkungen stelle das Paul-Ehrlich-Institut bereit. Die STIKO empfehle heute, Spikevax nur noch „an Personen über 30 Jahren zu verabreichen“.

„Der für die Bewertung der Impfstoffe zuständige Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz bei der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA)“ gehe allerdings „davon aus, dass die Vorteile der Impfung angesichts des Risikos einer COVID-19-Erkrankung und der damit verbundenen Komplikationen die Risiken“ überwögen.

Der Ausschuss für Risikobewertung vertritt damit eine ganz andere Auffassung als viele Wissenschaftler.

Eine aktuelle Studie der Gesundheitsbehörden von Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden zeigt beispielsweise, „dass das Risiko, aufgrund einer vorangegangenen mRNA-Behandlung an einer Myokarditis zu erkranken, deutlich höher ausfällt als die Gefahr, dasselbe Krankheitsbild durch Corona selbst zu bekommen“, heißt es in einem Artikel des Onlineportals „Tichys Einblick“. Demnach habe es in den vier nordischen Ländern „von 2018 bis 2022 fünfmal mehr Myokarditisfälle nach der ,Impfung‘ als nach Corona“ gegeben.

Die relativen Zahlen von Myokarditis- oder Perikarditis-Erkrankungen spielen sich ähnlich wie die relativen Zahlen „plötzlicher und unerwarteter“ Todesfälle zwar tatsächlich im Unter-Promillebereich ab. Betrachtet man aber die absoluten Zahlen, so lässt sich ein massiver Anstieg unerwünschter Effekte seit Beginn der Impfkampagne in Deutschland nicht leugnen.

30.000 Myokarditisfälle mehr in zwei Jahren

Nach einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Dirk Brandes (AfD) antwortete das Bundesministerium für Gesundheit auf Basis der Diagnosedaten der Krankenhäuser am 3. Februar 2022, dass es zwischen 2017 und 2019 jährlich zwischen 3.783 und 4.000 Fälle von Myokarditis in Deutschland gegeben habe. Für 2020 und 2021 lägen noch keine Daten vor.

Im Frühjahr 2022 legten Daten des „Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus“ (InEK) und des PEI nahe, dass die Fallzahlen von Myokarditis- und Perikarditisbehandlungen in deutschen Kliniken ab Kalenderwoche 18/2021 im Vergleich zu den Vorjahren (rund 100 Fälle pro Woche) in den Folgewochen um bis zu 100 Prozent anstiegen – und zwar parallel zu den Nebendiagnosen für Impfnebenwirkungen (Video auf YouTube). Knapp 2.400 zusätzliche Fälle habe man für 2021 addiert. Besonders die Altersgruppen von 10 bis 49 Jahren seien betroffen gewesen.

Der Datenanalyst Tom Lausen hatte im Januar 2023 anhand von Datensätzen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) einen ähnlichen Trend zutage gefördert. Dafür wertete Lausen die vier möglichen ICD10-Diagnosecodes (I40.0, I40.1, I40.8 und 151.4) aus, die Ärzte zwischen 2016 und dem ersten Quartal 2022 aufgrund einer Myokarditis-Diagnose abgerechnet hatten. Diese Zahlen kletterten ab dem ersten Quartal 2021 auf bislang ungekannte Höhen. Lausen stellte ein Plus von mehr als 30.000 Myokarditisfällen zwischen dem ersten Quartal 2021 und dem vierten Quartal 2022 gegenüber den Werten der Vorjahre fest (AUF1-Video auf Gloria TV).

Vervierfachung unerwarteter Todesfälle

Auch Lausens Analyse und Präsentation „plötzlicher und unerwarteter Todesfälle“ vom Dezember 2022 (Video auf YouTube) auf Einladung von AfD-MdB Martin Sichert hatte einen massiven Anstieg gezeigt. „Wir haben faktisch seit dem ersten Quartal 2021 in jedem Quartal mehr Todesfälle, die plötzlich und unerwartet gestorben sind als in jedem der Jahre davor gesamt“, stellte Sichert fest. Mit einem durchschnittlichen Plus von 70 solcher Todesfälle pro Tag handle es sich um mehr als eine Vervierfachung der vor 2021 beobachteten Zahlen.

Weder das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) noch das Robert Koch-Institut (RKI) noch das Bundesgesundheitsministerium selbst waren bis dato ihrer Pflicht nach Paragraph 13 Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)  nachgekommen, die Hintergründe für den Anstieg laufend zu untersuchen. Ein Unterlassungsdelikt im Sinn des Paragraphen 13 StGB steht also im Raum.

Sichert und Lausen empfahlen, die mRNA-Impfungen vorsichtshalber zu stoppen: „Wir können nicht sagen, dass der Anstieg der plötzlichen und unerwarteten Todesfälle direkt von der Impfung kommt“, betonte Lausen, „aber es besteht der Verdacht.“

Um die Auswertungen von Lausen ist ein Streit entbrannt. Die AfD sieht eindeutige Warnsignale, andere Parteien erheben Vorwürfen von falschen Interpretationen und Populismus. Trotz der hohen Brisanz ist es seit Dezember 2022 um die Zahlen ruhiger geworden, eine abschließende Bestätigung oder Widerlegung fand bislang nicht statt.

Internationale Forscher für vorläufigen Stopp

Auch andere Wissenschaftler trauen den Impfstoffen nicht mehr. Einer von ihnen ist Prof. Retsef Levi, der am „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT) als Experte für Operations- und Gesundheitsmanagement lehrt. Er forderte erst kürzlich, alle COVID-mRNA-Impfprogramme sofort zu stoppen, weil sie keines ihrer beworbenen Wirksamkeitsversprechen erfüllt hätten und sich die Beweise häuften, dass die mRNA-Vakzine „ein noch nie da gewesenes Ausmaß an Schaden verursachen, einschließlich des Todes von jungen Menschen und Kindern“.

Dr. Joseph Fraiman, dessen Studie zum Nutzen-Risiko-Verhältnis Ende 2022 im Fachjournal „Vaccine“ erschienen war, schätzt das Risiko einer mRNA-Impfung ebenfalls höher als ihren Nutzen ein – spätestens seit der „weniger gefährlichen“ Omikron-Variante.

Der in Großbritannien prominente Kardiologe Dr. Aseem Malhotra schrieb dem mRNA-Impfstoff im September 2022 eine „bedeutende Rolle“ unter den Hauptursachen „für unerwartete Herzstillstände, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen seit 2021“ zu. Er war zum gleichen Schluss gekommen wie sein amerikanischer Kollege Dr. Peter McCullough, der 200 wissenschaftliche Arbeiten ausgewertet hatte.

Im März 2022 hatte der Impfstoff-Pionier und mRNA-Experte Dr. Robert Malone erklärt, dass Studien auf der ganzen Welt belegten, dass „die Impfung das Risiko einer Infektion mit der Omikron-Version des Virus tatsächlich erhöhen“ könne. Abgesehen davon habe kein „medizinischer Notfall“ wegen des Coronavirus existiert, wie auch die Angehörigen seiner 17.000-köpfigen Organisation, der „International Alliance of Physicians and Medical Scientists“ (Internationale Allianz der Ärzte und medizinischen Wissenschaftler), erklärt hätten.

Bereits im Mai 2021 hatte eine andere Gruppe von 48 führenden Wissenschaftlern, Ärzten und Politikexperten ein Dokument veröffentlicht, das die Sicherheit und Wirksamkeit der damaligen „Impfstoffe“ gegen COVID-19 infrage stellte. Die Forschung sei aber noch „unzureichend“. Trotzdem schlugen sie vorsichtshalber vor, sämtliche Massenimpfungen sofort zu stoppen.

Eindringliche Warnungen bezüglich der Impfstoffe kamen bereits im März 2021 von Geert Vanden Bossche, der im Bereich der Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung für die Pharmaunternehmen Novartis und GlaxoSmithKline, sowie für die Organisation GAVI und die Bill & Melinda Gates Stiftung tätig war. Vanden Bossche wendete sich seitdem bereits zwei Mal an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), alle Impfkampagnen gegen das Coronavirus weltweit „sofort“ zu stoppen.

CORIH: „Risikosignale“ mit Vorsatz ignoriert

Markus Bönig, Betreiber der Onlineplattform „CORIH.de“ (Corona-Impfschaden-Hilfe), hatte erst kürzlich im Gespräch mit dem „Kontrafunk“ darauf hingewiesen, dass eine klare Untererfassung der Impfschäden bei deutschen Behörden vorliege. Nur fünf bis zehn Prozent der Fälle würden überhaupt gemeldet, häufig durch Patienten oder Angehörige, selten durch Ärzte, betonte Bönig. Ähnlich hatte bereits der österreichische Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin sowie für Virologie und Infektionsepidemiologie, Prof. Martin Haditsch, argumentiert.

Zudem, so Bönig, würden „die vorhandene[n] Daten […] nicht systematisch ausgewertet und entsprechend auch keine Konsequenzen gezogen“. In Deutschland würden „Risikosignale“ mit Vorsatz ignoriert, kritisierte Bönig. Immerhin weise die KBV allein für 2021 knapp 2,5 Millionen Impfnebenwirkungen aus, die eine ärztliche Behandlung nach sich gezogen hätten. „Ob nun schwer oder leicht, sei dahingestellt“. Das alles aber scheine „niemanden politisch zu interessieren“.

Bestattungsunternehmer: Herzschäden als Todesursache bei jungen Menschen gestiegen

In derselben Sendung äußerte auch der Bestattungsunternehmer Gerald Ramm aus Woltersdorf bei Berlin seine Bedenken, die er in seinem Arbeitsalltag gewonnen hatte. Seiner Einschätzung nach gibt es mehr Menschen, die an den Folgen der Impfung sterben als an den Spätfolgen der Corona-Infektion.

Im Durchschnitt habe sich die Sterblichkeit um 30 Prozent erhöht. „Die Corona-Infektion ist out, da gibt’s nichts mehr“, stellte Ramm klar, „und diese Spätfolgen, an denen angeblich die Leute leiden, sind dummerweise ja auch ähnlich den Krankheitsbildern, die sie zeigen, die jetzt bei Impfschäden auftreten“, sagte der Bestatter unter Bezugnahme auf persönliche Gespräche mit den Angehörigen über die Krankheitsgeschichte und -bilder ihrer verstorbenen Verwandten. Demnach seien „Thrombosen und Herzmuskelgeschichten als Todesursache verstärkt bei jungen Menschen nach der Impfung“ festgestellt worden. Besonders nach der dritten und vierten COVID-19-Impfung.

Er selbst habe den Behörden nichts von seinen Erfahrungen mitgeteilt, um nicht als „Schwurbler“ diffamiert zu werden. Auch die Ärzte hielten sich nach seinen Beobachtungen „bedeckt“ – vermutlich, weil sie das Impfen propagiert hätten, meint Ramm.



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion