Demo der "Identitären Bewegung"Foto: über dts Nachrichtenagentur

Österreich: Kaiserin Maria Theresia mit Burka vermummt – Polizei ermittelt wegen Verhüllungsanschlag

Von 29. November 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2020 18:25
"Heute ist der Todestag von Maria -Theresia. Das Erbe der Kaiserin wird heute von der Politik mit Füßen getreten. In der Nacht vom 28. auf den 29. November verhüllten daher Aktivisten der Identitäre Bewegung Wien das mehr als 20 Meter hohe Maria-Theresien-Denkmal zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum mit einer gigantischen Burka." (Identitäre Bewegung auf Facebook)

Der Berater der Kaiserin trägt ein Schild: „Islamisierung – nein danke!“ Zehn Meter über ihm thront die Kaiserin – nun mit einem riesigen schwarzen Schleier verhüllt. Die Statue zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum wurde am Todestag der Kaiserin, dem 29. November, zum Ziel eines Protestes der „Identitären Bewegung“ gegen die Islamisierung des Landes und für die Meinungsfreiheit.

Wenn die Politiker die Islamisierung verschweigen, müssen wir umso deutlicher auf sie aufmerksam machen! Die Wahrheit muss zumutbar sein.“

(Identitäre Bewegung)

Nun ermittelt die Polizei gegen den „Verhüllungsanschlag“ der „rechten“ Vereinigung: „Die Identitäten der Aktivisten sind bekannt, auch das Landesamt für Verfassungsschutz prüft den Sachverhalt“, so Polizeisprecher Paul Eidenberger zur „Krone“.

Gleichzeitig mit der Verhüllung ging die Jubiläumsseite „MariaTheresia2017“ online und verkündet eine Jubiläumsausstellung ab dem 13. Mai 2017, dem 300. Geburtstag der Kaiserin, bis zum Todestag im darauffolgenden November, wie die „Krone“ berichtet.

„Nikolaus“ trat gegen Kindesmissbrauch ein – Entlassung folgte

Kürzlich erst wurde der „Nikolaus“-Darsteller nach 30 Jahren Dienst in einer SPD-regierten Stadt in Oberbayern gefeuert, weil er ein „Like“ für eine Identitären-Aktion in Deutschland gemacht hatte. Die Aktivisten postierten sich mit einem Banner vor städtischen Kindergärten des Ortes auf dem Stand: „Kinderehe = Kindesmissbrauch“ – dazu der Zusatz: „Das Maas ist voll“.

Besorgte Eltern im politisch korrekten Mühldorf wandten sich entsetzt an die Bürgermeisterin (SPD) – doch nicht wegen des Missbrauchsthemas. Auch die SPD-Politikerin verurteilte den Missbrauch scharf – doch nicht den an den Kindern in islamischen Zwangsehen, sondern wegen des angeblichen Missbrauchs der städtischen Gebäude – ein trauriger Beweis sozialdemokratischer Doppelmoral. Dabei sollte doch der erklärende Zusatz auf Facebook „Kinder gehören in die Schule und nicht zwangsverheiratet“ doch eine Selbstverständlichkeit darstellen.

Was ist die „Identitäre Bewegung“?

In Wikipedia wird über die Ideologie der „IB“ Folgendes geschrieben: „Die Ideologie der ‚Identitären Bewegung‘ folgt dem Konzept des Ethnopluralismus, das statt von einer biologisch gestifteten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft, wie sie etwa im NS-Rassismus dominant war, die kulturelle ‚Reinhaltung‘ der Gesellschaft anstrebt. Die IB erhebt die Forderung nach ‚ethnopluralistischer Vielfalt‘ statt ‚kulturellen Einheitsbreis’“.

Der Bundessprecher der „Identitären Bewegung“ in Deutschland sagte der „Zeit“:

Wir gehen den Weg des friedlichen, aktiven Widerstands gegen die vorherrschende Politik: mit überspitzten Aktionen, die gern auch ein bisschen frech und satirisch sein dürfen.“

(Leon Degener, Bundessprecher der „Identitären Bewegung“)

Dem gegenüber sieht der Leiter des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz, Torsten Voß, „seit Jahren Aktionen und Positionen“, die eine „islam- und fremdenfeindliche“ Prägung hätten. Der offensichtlich politisch korrekten Etikettierung entgegnete der Bundessprecher der „IB“, dass diese eine patriotische Jugendorganisation sei, die Patriotismus wieder „frei von irgendwelchen überkommenen Ideologien erfahrbar machen“ wolle.

Siehe auch:

Nikolaus gefeuert: SPD-Bürgermeisterin reagiert auf Facebook-Like für „Kinderehe = Kindesmissbrauch“

„Identitäre Bewegung“: Aktivisten klettern auf Brandenburger Tor in Berlin

„Eure Schuld“-Vorwurf: Parteizentrale der Grünen in Wien zugemauert



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