Gladbachs Mannschaft jubelt nach dem Tor zur 1:0-Führung durch Lars Stindl (3.v.r).Foto: Torsten Silz/dpa/dpa

Mainz weiter punktlos Letzter – Niederlage trotz Mateta

Epoch Times24. Oktober 2020 Aktualisiert: 24. Oktober 2020 17:26
Selbst ein überragender Jean-Philippe Mateta hat die immer schlimmere Misere des FSV Mainz 05 nicht beenden können.Der weiterhin punktlose Tabellenletzte verlor in der Fußball-Bundesliga trotz zweier Tore des Franzosen mit 2:3 (2:1) gegen…

Selbst ein überragender Jean-Philippe Mateta hat die immer schlimmere Misere des FSV Mainz 05 nicht beenden können.

Der weiterhin punktlose Tabellenletzte verlor in der Fußball-Bundesliga trotz zweier Tore des Franzosen mit 2:3 (2:1) gegen Champions-League-Starter Borussia Mönchengladbach und muss auch nach dem dritten Spiel unter Trainer Jan-Moritz Lichte auf Zählbares warten. Die beiden Treffer Matetas (23./36. Minute) reichten nicht, weil für Gladbach Kapitän Lars Stindl (19.), der eingewechselte Jonas Hofmann per Handelfmeter (76.) und Nationalspieler Matthias Ginter (83.) trafen.

Marco Rose wechselte nach dem beeindruckenden 2:2 bei Inter Mailand drei Tage zuvor gleich fünfmal und hatte sich damit zunächst kräftig verzockt. Ohne das Sturmduo Marcus Thuram/Alassane Plea und die Mittelfeldspieler Florian Neuhaus und Hofmann fehlte den Fohlen die nötige Entlastung. Auch die Dreierkette mit Tony Jantschke und die Hereinnahme des 18 Jahre jungen Debütanten Rocco Reitz gingen in einer spektakulären ersten Halbzeit nicht auf, Rose musste nach der Pause entsprechend nachjustieren.

Stattdessen waren die zuvor zwei Spiele lang torschusslosen Mainzer nicht nur ebenbürtig, sondern erspielten sich auch zu Beginn die besseren Chancen. Jubilar Robin Quaison hätte in seinem 100. Spiel in der Bundesliga schon nach knapp zwei Minuten die Flaute unter Lichte beenden können, doch Gladbachs Nico Elvedi rettete in höchster Not.

Es entwickelte sich ein munteres Duell, bei dem über weite Strecken nicht zu erkennen war, wer Abstiegskandidat und wer der Anwärter für die Königsklasse ist. Nachdem die Borussia auch nach dem Führungstor von Stindl nicht wirklich dominanter auftrat, machte sich draußen Unmut breit, den Coach Rose und Sportdirektor Max Eberl vor allem gegenüber Referee Frank Willenborg äußerten. Kurz vor der Pause klatschte Eberl kräftig gegen die Auswechselbank und brüllte lautstark: „Leck mich doch am Arsch.“

Mainz war im Vergleich zu den ersten beiden Auftritten unter Lichte (0:4 bei Union, 0:1 gegen Leverkusen) kaum wiederzuerkennen. Die Rheinhessen gingen extrem früh in die Zweikämpfe und agierten konzentriert, immer wieder wurden sie von den Ersatzspielern in der fast leeren Arena angepeitscht. Matetas Doppelpack brachte vor der Halbzeit den Lohn: Beim 1:1 staubte der Stoßstürmer nach einem Pfostenschuss ab, seinen zweiten Treffer erzielte er mit einem sehenswerten Flachschuss, nachdem er den Ball stark angenommen hatte.

Nach dem Wechsel brachte Rose dann Stück für Stück seine Stars, denen er nach dem Kraftakt im San Siro offenbar eine schöpferische Pause gönnen wollte. Gladbach wirkte nun aktiver, ließ aber hinten auch Chancen zu. Levin Öztunali hätte die Partie frühzeitig (57.) entscheiden können, scheiterte aber am starken Gladbach-Keeper Yann Sommer. Das rächte sich gewaltig: Hofmann verwandelte zunächst einen von Thuram herausgeholten Strafstoß und schlenze später eine Ecke in die Mitte, die Ginter zum Sieg einköpfte. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion