Letztes Rennen vor Ski-WM: Straßer holt ersten Weltcup-Sieg

Epoch Times31. Januar 2017 Aktualisiert: 31. Januar 2017 19:04
Was für eine Generalprobe für Linus Straßer! Der 24 Jahre alte Skirennfahrer vom TSV 1860 München holt im letzten Rennen vor der WM seinen ersten Weltcup-Sieg. Schon in Runde eins beim Parallel-Slalom in Stockholm muss der Topfavorit daran glauben.

Skirennfahrer Linus Straßer hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Weltcup-Rennen gewonnen und damit auch die letzte Chance zur sportlichen Qualifikation für die Weltmeisterschaften genutzt.

Beim Parallel-Slalom in Stockholm besiegte der Münchner im Finale den Franzosen Alexis Pinturault. Dritter wurde Mattias Hargin aus Schweden vor dem Briten Dave Ryding.

Bei den Damen ging der Sieg im letzten Weltcup-Rennen vor der WM-Eröffnungsfeier an Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA. Zweite wurde die Slowakin Veronika Velez Zuzulova. Im kleinen Finale besiegte Nina Løseth aus Norwegen die Schwedin Frida Hansdotter.

Straßer ist der erst elfte deutsche Skirennfahrer, der ein Weltcup-Rennen gewinnen konnte. An der Spitze dieser Liste steht Felix Neureuther mit zwölf Siegen. Weil der beste deutsche Skirennfahrer wegen einer Kapselverletzung im Knie auf den Wettkampf in Schweden verzichtete, bekam Straßer den Startplatz.

Er besiegte schon in der ersten Runde überraschend Topfavorit Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Im Viertelfinale war er schneller als Stefano Groß aus Italien. Im Halbfinale drehte der 24-Jährige dann einen Rückstand gegen Hargin.

Zur WM wäre Straßer allerdings wohl auch ohne einen Erfolg in Schweden mitgenommen worden. Der Deutsche Skiverband (DSV) möchte von seinen Sportlern ein Top-8- oder zwei Top-15-Resultate vor der WM in St. Moritz. Straßer wurde beim Slalom in Adelboden Zehnter und war in diesem Winter zudem zweimal 16. in einem Weltcup-Rennen. Der DSV gibt seinen WM-Kader am Mittwoch bekannt.

Neben Kristoffersen schied auch Marcel Hirscher aus Österreich schon in der ersten Runde aus. Er unterlag dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde. „Ich hätte gerne ein paar Runden mehr überstanden und wäre länger gefahren, weil es einfach Spaß macht“, sagte er dem ORF. „Man darf da niemanden unterschätzen bei diesem Bewerb.“ Das wissen nun auch alle Gegner von Linus Straßer. (dpa)

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