Helge Braun, Chef des Kanzleramtes.Foto: Oliver Killig/zb/dpa/dpa

Kanzleramtschef schließt Corona-Impfpflicht aus

Epoch Times16. Mai 2020 Aktualisiert: 16. Mai 2020 14:20
Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zeigt sich zuversichtlich, dass weitere Lockerungen in der Coronakrise möglich sind, da die Zahl der Neuinfektionen weiter sinke.

„Es zeigt, dass der größte Teil der Bevölkerung diszipliniert mit den Kontaktbeschränkungen umgeht. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir unser Wirtschafts- und Sozialleben noch viel stärker normalisieren können, ohne die Überlastung unseres Gesundheitssystems zu riskieren“, sagte Braun den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Deutschland sei – zum jetzigen Zeitpunkt– „sehr erfolgreich“, so der CDU-Politiker weiter. „Aus medizinischer Sicht ist bei mir bei dem Punkt Reisen und Geselligkeit etwas mulmig. Da dürfen wir nicht zu forsch sein.“ Die bisherige Erfahrung habe gezeigt, dass Reisen für die Ausbreitung des Virus „eine große Rolle“ spiele, sagte Braun, der selbst Mediziner ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Braun wollen eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden. Damit begründen sie die schrittweisen Lockerungen der Maßnahmen. Braun mache sich mit Blick auf die unterschiedliche Einschätzung der Gefährlichkeit des Virus große Sorgen. Es gebe eine „bedenkliche Diskussion“, die versuchen würden, das Virus zu verharmlosen. Nach seiner Ansicht sei SARS-CoV-2 ansteckender und eine Erkrankung verlaufe schwerer als die Grippe.

Keine Immunität und kein Impfstoff

„Wir haben bislang kein Medikament, keine Impfung und keine Immunität. Hätten wir die Infektionsdynamik von Anfang März in Deutschland einfach weitergerechnet und nichts unternommen, dann gäbe es heute vielleicht neun Millionen Kranke – das kann kein Land schultern. Die vielen Toten sind ja keine hypothetische Zahl“, sagte Braun den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und nimmt damit Bezug auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse, nach denen nicht geklärt ist, ob eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person als immun gegen zukünftige Ansteckungen gilt. Auch die Dauer einer eventuellen Immunität stellen die Wissenschaftler infrage.

Eine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 soll es in Deutschland nach dem Willen des Kanzleramtes nicht geben. Vielmehr solle eine mögliche Impfung freiwillig sein, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Es wäre natürlich gut, „wenn sich viele impfen lassen – aber das entscheidet jeder selbst“.

„Wenn es den Impfstoff hoffentlich schnell gibt, kann jeder sich impfen lassen, wenn er das möchte“, sagte Braun. Wer das nicht wolle, müsse das „Risiko einer Infektion“ selbst tragen.

Der Kanzleramtschef äußerte die Hoffnung, dass es zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für die breite Bevölkerung geben wird. Dann sei auch das Ende der Pandemie erreicht: „Wenn Impfstoff verfügbar ist, dann wird es keine Beschränkungen mehr geben, und wir kehren endlich zum normalen Leben zurück“, sagte Braun.  (dts/afp/sua)


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