Schulabschlüsse in den EU-Staaten sollen bis 2025 vereinheitlicht werden

Seit einem Jahr arbeitet die EU an einem Papier, das 2017 auf dem EU-Sozialgipfel vorgestellt wurde. Letzte Woche war es dann so weit: Die EU verabschiedete das Dokument mit dem Namen „Die Einrichtung eines europäischen Bildungsraumes bis 2025“.

Darin ist die Vereinheitlichung des gesamten Bildungswesens der EU vorgesehen. So sollen innerhalb der nächsten sieben Jahren Schul- und Universitätsabschlüsse angepasst und EU-weit anerkannt werden. Es ist auch vorgesehen, einheitliche Qualitätsstandards in der kindlichen und frühkindlichen Bildung zu schaffen. EU-Abgeordnete Ulrike Trebesius fragt deshalb:

Wie realistisch ist es, das Bildungslevel in EU-Ländern wie Rumänien, Bulgarien und Griechenland innerhalb der nächsten Jahre massiv zu verbessern? Und auch nur annähernd an das Durchschnittsniveau der EU anzupassen?“

Sie ist der Meinung, dass die EU-Spitzenreiter in der Bildung wie Finnland, Holland oder Slowenien darunter leiden werden:

Um ein einheitliches Niveau zu erreichen, muss deren Level dann deutlich nach unten korrigiert werden.“

Gute Leistung an Schulen werde damit nicht belohnt, sondern verhindert. Dies werde sich auch auf das Handwerk und die beruflichen Ausbildung auswirken. Die gute Qualität deutscher Handwerker und der Gesellen- und Meisterbrief werde wohl geopfert, so die EU-Abgeordnete.

Trebesius schlägt deshalb vor:

Anstatt unser Bildungsniveau diesem Zentralismus zu opfern, müssen wir den Wettbewerb innerhalb der EU nach dem Leistungsniveau fördern. Wer sich in Sachen Bildung und Ausbildung anstrengt, muss belohnt werden.

Mit der Zwangsvereinheitlichung werde überall nur Mittelmaß erreicht, so die EU-Abgeordnete weiter. Wenn man innerhalb der EU die Vielfalt und den Anreiz zur Leistung beseitigt, werde diese international weiter zurück fallen, fügt die Politikerin hinzu.

Video: Wie Bildung und Ausbildung dem EU-Zentralismus zum Opfer fallen

Informationen zum EU-Papier

Unter dem Titel „Die Zukunft Europas: Einrichtung eines europäischen Bildungsraums bis 2025“ veröffentlichte die EU-Kommission am 2. Februar 2018 folgende Punkte, bei denen sie sich auf ein Dokument vom 14. November 2017 bezieht (Zitat, Quelle: HIER):

Ein europäischer Bildungsraum sollte Folgendes umfassen:

Zum Punkt „Investieren in die Bildung … 5 % des BIP in die Bildung investieren“: Deutschland gab nach Angaben der OECD 4,2 % des BIP für Bildung aus.

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass im Jahr 2016 Bund, Länder und Gemeinden 128,4 Milliarden Euro für Bildung ausgaben. Das waren 4,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,5 % mehr als im Vorjahr.

Circa die Hälfte (49,9 %) der öffentlichen Bildungsausgaben im Jahr 2016 wurde für Schulen aufgewendet. Weitere 23,2 % entfielen auf Hochschulen, 19,2 % auf Kindertageseinrichtungen sowie 7,7 % auf die Förderung von Bildungsteilnehmern, das Sonstige Bildungswesen (zum Beispiel Volkshochschulen) sowie die Jugendarbeit.

Im Jahr 2016 stellten der Bund 9,8 Milliarden Euro, die Länder 90,6 Milliarden Euro und die Gemeinden 28,0 Milliarden Euro für Bildung bereit.

Die durchschnittlichen öffentlichen Bildungsausgaben pro Kopf lagen im Jahr 2016 bei 1.600 Euro. Je Einwohner unter 30 Jahren betrugen sie 5.300 Euro.

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Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/europa/das-gesamte-bildungswesen-der-eu-soll-bis-2025-vereinheitlicht-werden-a2340420-html-a2340420.html