Rätselhafte Streichhölzer (3)
Große Aufgabe, kleine Lösung?Foto: ts/Epoch Times

Rätselhafte Streichhölzer (3) – Ein- und Ausblicke in die dritte Dimension

Von 30. August 2020 Aktualisiert: 30. August 2020 6:36
Was ist handlich, 100 Prozent recycelbar und immer gut für eine Erleuchtung? Na klar, Streichhölzer. Obwohl die kleinen Hölzchen eigentlich zum Feuermachen gedacht sind, können sie unheimlich vielfältige Unterhaltung bieten.

Um zur Erleuchtung zu gelangen, muss man oft erst Jahre lang arbeiten. Für die spontane Erleuchtung greift man in westlichen Zivilisation daher doch lieber zu Streichhölzern – und nimmt in Kauf, dass die Erleuchtung nur für einige Stunden bleibt. Streichhölzer können aber auch ihren Geist schulen und die gewonnene Kreativität beim Lösen von Problemen helfen.

Die Geschichte der Streichholz-Rätsel reicht weit zurück, denn Streichhölzer waren früher in praktisch allen Haushalten verfügbar. Unzählige Rätsel und endlose Variationen, die im Laufe der Jahre auftauchten, bringen Rätselfreunde auch heute noch an ihre Grenzen – und im besten Fall darüber hinaus. Ganz gleich, wie gut Sie im Lösen von Rätseln sind, es wird immer eine Aufgabe geben, die Sie zwingt, über Ihre Fähigkeiten hinauszuwachsen

Große Aufgabe, kleine Lösung

Alle großen Reisen beginnen mit dem ersten Schritt. In diesem Sinne gibt es auch auf dieser Rätsel-Reise eine (vermeintlich) einfache Aufgabe „zum Aufwärmen“. Die Herausforderung besteht darin: Sie dürfen ein – und nur ein – Streichholz bewegen, um ein Quadrat zu legen.

Wie versprochen, lässt sich diese Aufgabe bereits mit einem Streich (-Holz) lösen. Glauben Sie nicht? Nehmen Sie sich eine Minute und probieren Sie es nochmal.

Bevor Sie allerdings das Handtuch werfen – oder noch schlimmer, alles anzünden und auf die spontane Erleuchtung hoffen – gestatten Sie Sich einen Blick auf die Lösung. Aber schauen Sie genau hin. Die Lösung ist im wahrsten Sinne des Wortes mit dem kleinsten Aufwand realisierbar.

Sie sehen kein Quadrat? Wirklich nicht? Schauen Sie gaaanz genau hin!

Aus 4 mach 7

Etwas größer, aber nicht minder anspruchsvoll, ist die nächste Aufgabe. Ausgehend von der letzten Lösung benötigen Sie acht weitere Streichhölzer, die Sie um das Plus legen, um – zusätzlich zu dem kleinen Quadrat in der Mitte – vier weitere Quadrate zu erschaffen.

Die Aufgabe besteht nun darin, zwei Streichhölzer zu bewegen, um sieben Quadrate zu erhalten. Erneut gilt, bevor Sie alles anzünden, werfen Sie einen Blick auf die Lösung (am besten von oben) und lassen sich inspirieren.

Auf den ersten Blick sieht dieses Problem etwas kompliziert aus. Sie brauchen jedoch nur zwei Streichhölzer aus einer der Ecken zu verschieben und ein rechtwinkliges Kreuz in der Mitte eines der verbleibenden Quadrate zu erzeugen, so dass insgesamt sieben Quadrate entstehen. Drei Große und vier Kleine.

Unmögliche Streichhölzer?

Wenn Sie die bisherigen Rätsel auf Anhieb und ohne Hilfe lösen konnten, sind Sie sicherlich bereit für die letzte Herausforderung. Fall Sie bisher kein Erfolg hatten, können Sie sich hier beweisen – oder aber mindestens einen genialen Trick für die nächste Party mit Freunden lernen.

Entfernen Sie alle überflüssigen Streichhölzer aus der vorangegangenen Aufgabe, sodass nur noch das Quadrat mit Kreuz auf dem Tisch bleibt. Insgesamt sechs Streichhölzer. Aus diesen sollen jetzt exakt und ausschließlich vier Dreiecke entstehen. Sie dürfen alle Hölzchen drehen und wenden, wie Sie möchten, nur zerbrechen dürfen Sie sie nicht.

Wenn jedes Dreieck drei Seiten, also drei Streichhölzer, hat können nach Adam Ries aus sechs Hölzchen maximal zwei Dreiecke gelegt werden. Es sei denn, sie teilen sich eine oder mehrere Kanten.

Doch selbst wenn sich vier Dreiecke jeweils eine Kante teilen, reichen die vorhandenen Streichhölzer nicht aus. Niemals? Nein, in der zweiten Dimension ist diese Aufgabe tatsächlich unlösbar …

Obwohl die digitale Technik – einschließlich Smartphones und Tablets – das Erleben und Leben zunehmend zweidimensional und flach erscheinen lässt, ist die Natur und die Welt, in der wir leben, (mindestens) dreidimensional.

Nehmen Sie Sich deshalb nicht nur einen Moment für unsere wöchentlichen Rätsel, sondern auch – und am besten gleich eine handvoll – Momente, um die Natur zu genießen. Tun Sie einfach so, als ob es 1950 wäre und reden Sie mit Ihren Mitmenschen!



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