Kap. 9: Die Wohlstandsfalle – Sozialistische Wirtschaftspolitik am Beispiel von China, Venezuela, Simbabwe (Teil 2)

Aufgrund des rasanten BIP-Wachstums Chinas in den vergangenen 40 Jahren glauben viele an die Überlegenheit der sozialistischen Wirtschaft. Doch dahinter steckt ein totalitärer Staat mit massiver Korruption und moralischer Verkommenheit – wobei das Ausmaß der Korruption mit der Karrierestufe und dem Rang zunimmt.

In der heutigen Welt betreiben die entwickelten westlichen Länder versteckten Sozialismus. Aufgrund des rasanten BIP-Wachstums Chinas in den vergangenen 40 Jahren glauben viele an die Überlegenheit der sozialistischen Wirtschaft. Sie hat viele Westler, darunter Eliten in politischen und akademischen Kreisen sowie Expertengruppen, über die Effizienz des totalitären Systems staunen lassen.

Doch das heutige China ist überschwemmt mit gefälschten Waren, giftigen Lebensmitteln, Pornografie, Drogen, Glücksspiel und Banden. Korruption und Prostitution sind zu Errungenschaften geworden, auf die man stolz ist, während soziales Vertrauen praktisch nicht vorhanden ist.

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich geht einher mit sozialen Konflikten und dem Missbrauch von Gerechtigkeit. Die Bürger verschließen die Augen vor dem Leid ihrer Landsleute. In der Wirtschaft der kommunistischen Machthaber nutzen Parteifunktionäre ihre Autorität, um Reichtum anzuhäufen.

Das Ausmaß der Korruption nimmt mit der Karrierestufe und dem Rang zu. Die Unterschlagung von Milliarden ist ein normaler Vorgang. Es gibt keine Regierung, die so korrupt oder moralisch verkommen ist wie das kommunistische Regime in China.

Die Epoch Times veröffentlicht hier den 2. Teil des 9. Kapitels des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“. Der 1. Teil kann hier nachgelesen werden.

Inhaltsverzeichnis Teil 2

2. Der dystopische Sozialismus der Kommunistischen Partei Chinas
a. Die chinesische Wirtschaft: Keine Lockerung der kommunistischen Kontrolle
b. Die Wahrheit über Chinas wirtschaftlichen Aufstieg
c. Konsequenzen des chinesischen Wirtschaftsmodells

3. Die Verwüstungen des Sozialismus in den Entwicklungsländern
a. Der Sozialismus treibt in Osteuropa weiterhin sein Unwesen
b. Sozialistische Wirtschaftspolitik ließ die Entwicklungsländer scheitern
Quellen

Der 1. Teil kann hier nachgelesen werden, darin ging es um: Einleitung – 1. Westliche Wohlfahrtsstaaten: Kommunismus unter anderem Namen; a. Hohe Steuern und großzügige Sozialleistungen; b. Aggressiver Wirtschaftsinterventionismus im Westen; c. Sozialistische Wirtschaftspolitik führt zum kommunistischen Totalitarismus

 

2. Der dystopische Sozialismus der Kommunistischen Partei Chinas

Nachdem das öffentliche Eigentumsrecht und die Planwirtschaft China in die Armut geführt hatten, war die Kommunistische Partei Chinas gezwungen, einen Prozess der „Reform und Öffnung“ einzuleiten. Sie führte Elemente des freien Marktes in die chinesische Gesellschaft ein. Viele glauben, dass die Partei kapitalistisch geworden sei – doch das ist weit von der Wahrheit entfernt.

a. Die chinesische Wirtschaft: Keine Lockerung der kommunistischen Kontrolle

Die KP Chinas hatte keine andere Wahl, als einige Aspekte der chinesischen Wirtschaft zu liberalisieren, wie zum Beispiel die Zulassung von Privatunternehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kommunisten ihren Griff gelockert haben. Im Gegenteil, die Wirtschaftsreform ist genau die Strategie, mit der sie ihre Macht fortsetzen und die Welt täuschen wollen.

Das chinesische kommunistische Modell ist eine monströse Kombination aus Sozialismus, Etatismus und Marktwirtschaft. Obwohl es private Unternehmen gibt, hat die KP Chinas den Menschen nie ein Grundrecht auf Privateigentum versprochen. Alle Ressourcen und Grundstücke stehen der Partei letztlich zur Verfügung. Gleichzeitig nutzt die KP Chinas den Staat, um strenge Kontrollen in wirtschaftlichen Angelegenheiten durchzuführen. Sie setzt nach wie vor auf eine „Ökonomie der Macht”, die sie durch rigorose Planung umsetzt. Der Markt ist nur ein Mittel des Staates zur Stimulierung der Produktion; er ist nicht wirklich unabhängig und es gibt auch keine Institutionen, die einen freien Markt unterstützen.

Der Geist des Gesetzes fehlt, und es gibt kein klares System von Eigentumsrechten. Der Wechselkurs darf sich nicht von selbst anpassen. Der Wohlstandsfluss in und aus dem Land ist begrenzt, und internationale Unternehmen werden streng kontrolliert. Die KP Chinas nutzt staatliche Subventionen und niedrige Exportsteuern, um die Exporte anzukurbeln und damit Konkurrenten mit einem Preiswettbewerb zu besiegen. Die Partei hat die normale Ordnung des Welthandels gestört.

In China sind alle wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Erfüllung politischer Bedürfnisse ausgerichtet. Die wirtschaftlichen Freiheiten von Unternehmen und Einzelpersonen sind den Launen des Staates untergeordnet und können jederzeit widerrufen werden. Gerade aus diesen Gründen hat sich die Welthandelsorganisation lange Zeit geweigert, China als Marktwirtschaft anzuerkennen.

Viele westliche Regierungen hatten die Hoffnung, dass die wirtschaftliche Entwicklung China eine politische Liberalisierung und Demokratie bringen würde. Diese Hoffnung war jedoch naiv. Stattdessen betrieb China nur zum Schein ein kapitalistisches Wirtschaftssystem. In Wirklichkeit baute es mit den Geldern sein sozialistisches System aus, belebte die Führung der Partei neu und ging den Weg der Bösartigkeit mit verstärkter Kraft weiter.

Mit diesen größeren finanziellen Mitteln begann die KP Chinas die Menschen noch brutaler und raffinierter zu unterdrücken. Im Juli 1999 begann das Regime mit der Verfolgung von Falun Gong und richtete sich gegen seine hundert Millionen Anhänger. Dieser Krieg gegen die universellen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Toleranz dauert bis heute an. Allein im Jahr 2013 gab die KP Chinas über 100 Milliarden Dollar für die “Aufrechterhaltung der Stabilität” – also die Überwachung der chinesischen Bevölkerung – aus.

Eine Zahl zum Vergleich: Nach Angaben des Magazin „Der Spiegel“ steigerte China im Jahr 2014 seine Rüstungsausgaben um umgerechnet 95 Milliarden Euro und gibt 12 Prozent mehr als im Vorjahr für Waffentechnik aus. Damit hat China den zweitgrößten Militärhaushalt der Welt mit 383,4 Milliarden Euro.

b. Die Wahrheit hinter Chinas wirtschaftlichem Aufstieg

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Aufgrund des rasanten BIP-Wachstums Chinas in den vergangenen 40 Jahren glauben viele an die Überlegenheit der sozialistischen Wirtschaft. Sie hat viele Westler, darunter Eliten in politischen und akademischen Kreisen sowie Expertengruppen, über die Effizienz des totalitären Systems staunen lassen. Tatsächlich kann das von der KP Chinas entwickelte Wirtschaftsmodell nicht vervielfältigt werden. Einerseits zeigen die Gründe für den wirtschaftlichen Aufstieg die innere Instabilität des sozialistischen Systems. Andererseits lässt das Modell der Partei eine Fülle von Lastern erahnen, die durch ihre skrupellose Machtwirtschaft entstehen.

Das Wirtschaftswachstum Chinas in den vergangenen 40 Jahren beruht zu einem großen Teil auf folgenden Faktoren:

Erstens haben die Lockerung der staatlichen Wirtschaft und die Aufgabe der total zentralen Planung sowie die Wiederbelebung des Privatsektors der chinesischen Wirtschaft einen starken Produktivitätsschub verliehen. Die Chinesen sind fleißig und intelligent, doch die Partei hat ihr Potenzial jahrzehntelang behindert. Der Wunsch, sich von der Armut zu befreien, hat die Motivation, Geschäfte zu machen, neu entfacht und so die enorme Wirtschaftskraft der Chinesen freigesetzt.

Ein zweiter Faktor war der massive Zustrom von westlichem Kapital und Technologie nach China während der Reformzeit. Unter der Kommandowirtschaft gab es in China riesige Flächen an zu gering genutztem Land, Arbeitskräften und Märkten. Die Situation nach dem Ende dieser Kommandowirtschaft lässt sich mit einem neu eröffneten Markt für Gold vergleichen, auf dem der Preis noch nicht festgelegt ist. Die Kombination von Kapitalinvestitionen und unerschlossenen Ressourcen heizte das Wirtschaftswachstum Chinas an. Ohne die totalitäre Herrschaft der Partei hätte dies bereits Jahrzehnte früher, kontrollierbarer und nachhaltiger geschehen können.

Das Ausmaß der westlichen Investitionen in China ist immens. Laut Statistik erreichten die amerikanischen Direktinvestitionen in China von 2000 bis 2016 fast 800 Milliarden Dollar. [23] Der Gesamtwert des ausländischen Kapitals, das von 1979 bis 2015 nach China kam, lag bei etwa 1,64 Billionen Dollar. [24]

Drittens: Westliche Länder gaben dem chinesischen Regime sogar einen bevorzugten Handelsstatus und einen breiten Marktzugang. Im Mai 2000 gewährte die US-Regierung China „Dauerhaft Normale Handelsbeziehungen” (PNTR). Am 11. Dezember 2001 schloss sich China offiziell der Welthandelsorganisation (WTO) an und trat dem internationalen Markt bei.

Viertens: Die KP Chinas entwickelte ihre Wirtschaftskraft mit unethischen Mitteln. Dazu gehören unter anderem die Ausbeutung von Arbeitern und Bauern, der gewaltsame Abriss von Wohnungen, die Umsiedlung der Bevölkerung und mehr. Um des kurzfristigen Wachstums willen ignorierte die KP Chinas Umweltzerstörung und andere Gefahren, um so viel Profit wie möglich aus ihrem Land, ihren Menschen und ihren Ressourcen herauszupressen.

Die Kommunistische Partei nutzte das westliche Kapital, die Technologie, die Märkte, den günstigen Handelsstatus und die billigen inländischen Produktionskosten, um riesige Summen an Devisenreserven anzuhäufen. Das Handelsdefizit zwischen den Vereinigten Staaten und China stieg von rund 80 Milliarden Dollar im Jahr 2000 auf über 375 Milliarden Dollar im Jahr 2017.

Die KP Chinas hebelte die Konventionen des internationalen Handels aus, indem sie die ihr zur Verfügung stehenden Mittel ohne Rücksicht auf Verluste voll ausgeschöpft hat. So setzt China in großem Umfang auf den Raub von geistigem Eigentum, um andere Länder industriell und technologisch zu überholen. Das ist der größte Diebstahl, den es in der Geschichte je gegeben hat.

Im Bericht der Commission on the Theft of American Intellectual Property (Kommission über den Diebstahl von amerikanischem geistigen Eigentum) aus dem Jahr 2017 heißt es, dass Chinas gefälschte Waren, raubkopierte Software und gestohlene Geschäftsgeheimnisse den Vereinigten Staaten jährlich einen Verlust von 225 bis 600 Milliarden Dollar zufügen. Diese Zahl schließt die Verluste durch den Diebstahl geistigen Eigentums nicht ein.

In den vergangenen drei Jahren sind den USA 1,2 Billionen US-Dollar durch intellektuellen Diebstahl verloren gingen. Das meiste davon ging an China. [25][26] In einem Bericht des Office of the Director of National Intelligence (Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste) heißt es, dass 90 Prozent der Cyberangriffe auf US-Unternehmen von der chinesischen Regierung kommen und jedes Jahr schätzungsweise 400 Milliarden Dollar wirtschaftlichen Schaden anrichten. [27]

Chinas Wirtschaftswachstum wurde durch die scheinbare Lockerung der sozialistischen Ideologie, Investitionen aus gut entwickelten westlichen Ländern und das unmoralische Geschäftsgebaren der KP Chinas angeheizt. Dies zeigt weder die Überlegenheit des Sozialismus, noch eine Entwicklung der Partei auf dem normalen kapitalistischen Weg. Westliche Beobachter bezeichnen das skrupellose Geschäftsmodell des kommunistischen China manchmal als „Staatskapitalismus“. Das ist ein unangemessenes Lob an die Partei. Unter der totalitären Herrschaft der KP Chinas ist die Wirtschaft nur ein politisches Instrument. Mit ihrer oberflächlich vorhandenen Marktwirtschaft täuscht die KP Chinas die Welt.

Das Wirtschaftsmodell der KP Chinas nutzt die staatliche Autorität, um eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung herbeizuführen und gleichzeitig mit hinterhältigen Tricks wettbewerbsfähig zu sein. Es hat andere Länder ermutigt, stärkere staatliche Maßnahmen zu ergreifen. Diese Länder haben den schweren Fehler begangen, das Modell der Partei als Erfolg zu verehren und gleichzeitig deren menschliche und moralische Tragödien zu ignorieren.

c. Konsequenzen des chinesischen Wirtschaftsmodells

Das Wirtschaftsmodell der KP China hat die Gesellschaft in eine moralische Krise gebracht – genau im Einklang mit dem Ziel des kommunistischen Gespenstes, die Menschheit zu zerstören. Sie versteckt die moralische Erosion hinter dem wirtschaftlichen Wachstum, sodass sie die Menschen in luxuriöse Dekadenz und letztendliche Vernichtung zieht.

Das heutige China ist überschwemmt mit gefälschten Waren, giftigen Lebensmitteln, Pornografie, Drogen, Glücksspiel und Banden. Korruption und Prostitution sind zu Errungenschaften geworden, auf die man stolz ist, während soziales Vertrauen praktisch nicht vorhanden ist. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich geht einher mit sozialen Konflikten und dem Missbrauch von Gerechtigkeit. Die Bürger verschließen die Augen vor dem Leid ihrer Landsleute. In der Wirtschaft der kommunistischen Machthaber nutzen Parteifunktionäre ihre Autorität, um Reichtum anzuhäufen. Das Ausmaß der Korruption nimmt mit der Karrierestufe und dem Rang zu. Die Unterschlagung von Milliarden ist ein normaler Vorgang. Es gibt keine Regierung, die so korrupt oder moralisch verkommen ist wie das kommunistische Regime in China.

Im Oktober 2011 war die Welt schockiert über den Tod von Yueyue, einem zweijährigen Mädchen in der Provinz Guangdong, das von einem Lastwagen überfahren wurde. Anstatt auszusteigen, um zu helfen, legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein, um Yueyue erneut zu zerquetschen und so sicherzustellen, dass sie tot war. Während der Tragödie kamen 18 Menschen vorbei, ohne stehen zu bleiben. Yueyue starb später im Krankenhaus. Internationale Medien fragten sich, ob China seine Seele verloren hat. Es mag verständlich sein, dass die Menschen zögern, anderen zu Hilfe zu kommen, wenn es um Gefahren geht – wie bei einem bewaffneten Überfall. Doch Yueyue stellte für niemanden eine nur irgendwie denkbare Bedrohung dar, als sie unter den Reifen eines herzlosen Truck-Fahrers starb. Die chinesische Gesellschaft hat ihren moralischen Tiefpunkt erreicht.

Wirtschaftswachstum ohne Moral ist chaotisch, kurzlebig und führt zu Katastrophen. Unter der unmenschlichen Politik der KP Chinas gibt es viele soziale Konflikte, die Umwelt steht kurz vor dem Zusammenbruch. Die Folgen des moralischen Verfalls sind fatal. China nennt sich ein starkes Land, doch seine Stärke ist eine Illusion. Sein oberflächlicher Wohlstand, der auf dem rücksichtslosen Streben nach Reichtum aufbaut, ist dazu verdammt, in den anwachsenden moralischen Krisen und sozialen Konflikten zusammenzubrechen.

China hat keine gute Zukunft, wenn das Land den Fallen des Teufels nicht entkommen kann. Das Gespenst des Kommunismus hat tatsächlich nicht die Absicht, ein gesundes und nachhaltiges Wachstum zu verwirklichen, da sein eigentliches Ziel die Zerstörung Chinas ist.

3. Die Verwüstungen durch den Sozialismus in den Entwicklungsländern

a. Die sozialistische Wirtschaft belastet Osteuropa bis heute

In der heutigen Welt betreiben die entwickelten westlichen Länder versteckten Sozialismus. Die Kommunistische Partei hat China ein autoritäres sozialistisches System auferlegt. Osteuropa wird weiterhin vom Kommunismus heimgesucht. Die Verbrechen der Regime des ehemaligen Sowjetblocks wurden noch nicht vollständig aufgearbeitet.

Die anhaltende Präsenz des Kommunismus zeigt sich in verschiedenen Facetten der osteuropäischen Politik und Wirtschaft. Russland und Weißrussland haben beispielsweise mächtige Staatsunternehmen, eine hohe Sozialhilfe und eine aggressive Interventionspolitik. Während der Übergangszeit nach dem Kommunismus erlebten die osteuropäischen Länder Krisen des langsamen Wirtschaftswachstums und der hohen Arbeitslosigkeit. All dies förderte den Rückfall in Kommunismus und Sozialismus in neuen Formen. Der Geist des Kommunismus ist nicht gebannt worden. Linke Parteien wurden neu belebt und nähren die Sehnsucht der Menschen nach der sozialistischen Vergangenheit. [28]

b. Sozialistische Wirtschaftspolitik scheiterte in den Entwicklungsländern

In den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas hatten sich bis in die 1960er Jahre viele neue unabhängige Länder zum Sozialismus bekannt. Die Folge war ein ziemliches Durcheinander. Zu den jüngsten Fällen gehören Venezuela und Simbabwe.

Venezuela war einst das reichste Land Lateinamerikas. Da der Sozialismus seine Wirtschaft zum Zusammenbruch gebracht hat, ist Venezuela heute voller Armut, Kriminalität und Hunger. Simbabwe war einst das reichste Land Afrikas. Heute ist es in eine Katastrophe gesunken, da die Inflation extrem angestiegen ist.

Venezuela: Wie der Sozialismus ein wohlhabendes Land in den Ruin trieb

Venezuela verfügt über beträchtliche Ölreserven. In den 1970er Jahren war es das am schnellsten wachsende Land Lateinamerikas mit der geringsten Einkommensungleichheit und dem höchsten Pro-Kopf-BIP in der Region. [29] Die relativ freie Wirtschaft Venezuelas zog qualifizierte Einwanderer aus Italien, Portugal und Spanien an. Zusammen mit dem Schutz der Eigentumsrechte ermöglichten diese Faktoren von 1940 bis 1970 ein rasantes Wirtschaftswachstum. [30]

Nachdem 1999 ein neuer Präsident sein Amt angetreten hatte, startete er ein Verstaatlichungsprogramm, das die venezolanische Wirtschaft ins Chaos stürzte. Der Präsident erklärte öffentlich, dass er den Sozialismus des 21. Jahrhunderts aufbauen werde. [31]

Um einen sozialistischen Staat zu errichten, beschlagnahmte oder verstaatlichte die venezolanische Regierung viele private Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Öl, Landwirtschaft, Finanzen, Schwerindustrie, Stahl, Telekommunikation, Energie, Transport und Tourismus. Zwei Putschversuche scheiterten. Nach der Wiederwahl des Präsidenten im Jahr 2007 wurde der Prozess der Verstaatlichung noch weiter intensiviert. Seine Regierung enteignete von 2007 bis 2012 genau 1.147 Privatunternehmen – mit katastrophalen Folgen.

Einst produktive Industrien wurden stillgelegt und durch ineffiziente Staatsbetriebe ersetzt, wodurch Investoren abgeschreckt wurden. Als die Produktion sank, wurde Venezuela stark von Importen abhängig. In Verbindung mit einer Reihe von staatlichen Interventionen mit Devisenreserven und Preiskontrollen kam es unweigerlich zu einer Katastrophe, als der Ölpreis fiel.

Einige führten diese Tragödie auf die Ölkrise zurück, aber die Ursachen für das dramatische Scheitern Venezuelas sind hier nicht zu finden. Nach Angaben der Weltbank erlebten sieben Länder, die noch stärker als Venezuela auf Ölexporte angewiesen waren, in den Jahren 2013 bis 2017 ein Wirtschaftswachstum. [32]

Die Wurzel des Problems liegt im sozialistischen Wirtschaftssystem. Venezuelas Wirtschaftspolitik folgte im Wesentlichen den zehn revolutionären Forderungen, die Marx im Kommunistischen Manifest vorgeschlagen hatte. [33] Venezuela traf sein wirtschaftliches Schicksal, weil es sich in Richtung Kommunismus bewegte.

Simbabwe: Vom Brotkorb Afrikas zu einem Land mit Hungersnot

Nach der Unabhängigkeitserklärung Simbabwes im Jahr 1980 versuchte das Land, einen sozialistischen Staat nach marxistisch-leninistischen Prinzipien aufzubauen. Von seinem ersten Präsident ist bekannt, dass er in seinen Jugendjahren an den Marxismus glaubte. Seine von den Ideen von Mao Tse-tung geleitete Guerilla wurde bedingungslos von der Kommunistischen Partei Chinas unterstützt und unterhielte eine enge Beziehung zu China. Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Ländern, die den Sozialismus einführten, setzte Simbabwe nicht sofort eine Verstaatlichungspolitik durch.

Die wirtschaftlichen Probleme Simbabwes begannen nach der Landreform im Jahr 2000. Im Rahmen des Reformprogramms wurde das Land der weißen Bauern beschlagnahmt und unter den landlosen Schwarzen sowie denjenigen mit dem „richtigen“ politischen Hintergrund neu verteilt. Die Folge war ein starker Rückgang der landwirtschaftlichen Produktivität. Um der Krise zu entgehen, druckte die Zentralbank Simbabwes mehr Geld – was zu einer anhaltenden Hyperinflation geführt hat.

Zahlen der Zentralbank von Simbabwe zeigen, dass im Juni 2008 die jährliche Inflationsrate des Landes 231 Millionen Prozent erreichte. Bis Mitte November 2008 hatte die Inflation ihren Höhepunkt bei fast 80 Milliarden Prozent erreicht, worauf die Behörden die Veröffentlichung monatlicher Statistiken aufgaben. Ein Jahr später erreichte der Wechselkurs des simbabwischen Dollars gegenüber dem US-Dollar fünfunddreißig Billionen zu eins. Simbabwe war schließlich gezwungen, seine Währung aufzugeben und neu herauszugeben. [34]

Im Jahr 2008 wurde Simbabwe von einer großen Hungersnot heimgesucht. Von den 16 Millionen Einwohnern des Landes hungerten 3,5 Millionen. Unterernährung ist heute chronisch und weit verbreitet.

Das kommunistische Gespenst plagt die Welt. Menschen in verschiedenen Ländern können die reale und potenzielle Gefahr sehen, die es gebracht hat. Auch gut entwickelte westliche Länder beginnen, Krisen zu erleben.

Inzwischen ist die Tragödie des Sozialismus in den Entwicklungsländern bereits in der Realität angekommen. Das Prinzip ist einfach: Das Gespenst nutzt die Ökonomie, um momentanen Komfort und Zufriedenheit zu versprechen. Dabei werden Menschen in moralische Verkommenheit gelockt und in den Abgrund gezogen.

Fortsetzung

Quellen

[23] “Direct Investment Position of the United States in China from 2000 to 2016” , Statistica.com, https://www.statista.com/statistics/188629/united-states-direct-investments-in-china-since-2000/.
[24]“Report on Foreign Investments in China, 2016,” A Chronicle of Direct Foreign Investments in China, The Ministry of Commerce of China [〈中国外商投资报告 2016〉, 《中国外商直接投资历年概况》,中國商務部] – „Bericht über Auslandsinvestitionen in China, 2016“, Eine Chronik der direkten Auslandsinvestitionen in China, Das Handelsministerium von China.
[25] Liz Peek, “Finally, a President Willing to Combat Chinese Theft,” The Hill, 26. März 2018, http://thehill.com/opinion/finance/380252-finally-a-president-willing-to-combat-chinese-theft.
[26] Die Kommission zum Diebstahl des amerikanischen geistigen Eigentums, Aktualisierung des Berichts der IP-Kommission, 2017. http://www.ipcommission.org/report/IP_Commission_Report_Update_2017.pdf.
[27] Chris Strohm, “No Sign China Has Stopped Hacking U.S. Companies, Official Says,” Bloomberg News, 18. November 2015, https://www.bloomberg.com/news/articles/2015-11-18/no-sign-china-has-stopped-hacking-u-s-companies-official-says
[28] Kurt Biray, „Kommunistische Nostalgie in Osteuropa: Sehnsucht nach der Vergangenheit“, 10. November 2015.  https://www.opendemocracy.net/can-europe-make-it/kurt-biray/communist-nostalgia-in-eastern-europe-longing-for-past
[29] John Polga-Hecimovich, „Die Wurzeln des gescheiterten Staates Venezuela“, Origins, 10:9 (Juni 2017). http://origins.osu.edu/article/roots-venezuelas-failing-state.
[30] José Niño, “Venezuela Before Chavez: A Prelude to Socialist Failure,” Mises Wire, May 04, 2017, https://mises.org/wire/venezuela-chavez-prelude-socialist-failure.
[31] John Bissett, „Hugo Chavez: Revolutionärer Sozialist oder Linksreformer?“ Sozialistische Norm Nr. 1366 (Juni 2018). https://www.worldsocialism.org/spgb/hugo-chavez-revolutionary-socialist-or-leftwing-reformist.
[32] Julian Adorney, “Socialism Set Fire to Venezuela’s Oil Crisis”, Real Clear World, 29. August 2017,  https://www.realclearworld.com/articles/2017/08/29/socialism_set_fire_to_venezuelas_oil_crisis_112520.html
[33] José Niño, “John Oliver is Wrong About Venezuela – It’s a Socialist Country”, Mises Wire, 30. Mai 2018, https://mises.org/wire/john-oliver-wrong-about-venezuela-%E2%80%94-its-socialist-country.
[34] “10 Numbers Tell You What Is Going On in Zimbabwe”, BBC Chinese edition (11. November 2017), http://www.bbc.com/zhongwen/trad/world-42077093

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/
Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Hier der Link zur Liste der bereits veröffentlichten Kapitel: Wie der Teufel die Welt regiert

Kurzform: Einführung, Kap. 1: 36 Strategien Teil 1, Teil 2Kap. 2: Marx Teil 1, Teil 2Kap. 3: NovemberrevolutionKap. 4: Der verborgene Feind der freien Gesellschaft Teil 1, Teil 2 Kap. 5: Offene oder verdeckte Gewalt Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 – Kap. 6: Eine Generation ohne traditionelle Kultur Teil 1, Teil 2 – Kap. 7: Die Zerstörung der Familien Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 8: Sozialstaat und Politik Teil 1, Teil 2Teil 3Kap. 9: Die Wohlstandsfalle Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap. 10: Justiz, Gesetze und Staatsterrorismus Teil 1, Teil 2Kap. 11: Kunst Kap. 12: Bildungswesen Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4Kap 13: Medien Teil 1, Teil 2Kap. 14: Parteikultur und Pop-Kultur Teil 1, Teil 2Kap. 15: Terrorismus – Kap. 16:  Umweltschutz Teil 1, Teil 2Kap. 17: Globalisierung