Kap. 12: Das Bildungswesen sabotieren: Gefühle als objektive Tatsachen werten (Teil 2)

Von 1. März 2019 Aktualisiert: 24. März 2019 17:48
Heutige Studenten und Schüler sind weniger gebildet und haben geringere Fähigkeiten als frühere Generationen. Viele halten Gefühle für objektive Beweise und haben begriffen, dass – wenn sie sich als Opfer präsentieren – Vorteile erhalten. Was sind die Hintergründe?

Ob man beleidigt ist oder nicht, ist eine Frage des subjektiven Gefühls – aber heutzutage werden auch Gefühle als objektive Beweise gewertet. Es ist schon so weit gekommen, dass Lehrer und Dozenten ständig um den heißen Brei herumreden müssen. Seit kurzem fordern Studenten an vielen Universitäten, dass vor der Vermittlung bestimmter Inhalte Professoren erst sogenannte „Triggerwarnungen“ geben müssen, weil einige Diskussionsthemen oder Bücher negative emotionale Reaktionen hervorrufen könnten.

In den letzten Jahren landeten auch Werke wie Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ und „Die Metamorphosen“ des römischen Dichters Ovid auf der Liste der Literatur, für die „Triggerwarnungen“ erforderlich sind. Einige Schulen und Universitäten empfehlen sogar, Tätigkeiten, welche die Emotionen einiger Studenten triggern könnten, so weit wie möglich zu vermeiden.

Viele Schüler und Jugendliche, die in so einer Umgebung aufwachsen, fühlen sich schnell in ihrem Ego getroffen und versuchen alles, um jede mögliche „Beleidigung“ und jedes unangenehme Gefühl zu vermeiden. Die Gruppenidentität, die an den Schulen und Hochschulen gefördert wird, lässt Lernende das unabhängige Denken und die persönliche Verantwortung ignorieren.

Wie die radikalen Studenten der 1960er Jahre, die heute die Professoren dieser Studenten sind, lehnen sich auch diese Jugendlichen und Studenten gegen die Traditionen auf. Sie schwelgen in ihrer verwirrten sexuellen Promiskuität, Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Ihre Sprache ist voll von Schimpfworten. Doch hinter ihrer Verachtung der weltlichen Gepflogenheiten stehen zerbrechliche Herzen und Seelen, die nicht in der Lage sind, den geringsten Schicksalsschlag oder gar einen Rückschlag auszuhalten, geschweige denn wirkliche Verantwortung zu übernehmen…

Dieser Text zeigt am Beispiel der USA, wie die Bildung in freien Gesellschaften durch den Kommunismus sabotiert wird. In ähnlicher Weise werden andere Staaten untergraben. Jeder Leser kann selbst erkennen, wie diese Mechanismen in seinem Land angewandt werden. Die Epoch Times veröffentlicht hier den zweiten Teil vom 12. Kapitel des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“.

Inhaltsverzeichnis Teil 2

Im ersten Teil „Das Bildungswesen sabotieren: Wie Studenten zu dummen Radikalen umerzogen werden“ wurde nach der Einführung  auf das Gespenst des Kommunismus an westlichen Universitäten eingegangen: a) Die stark linksgerichtete Tendenz der Universitätsfakultäten und b) Umgestaltung der traditionellen Lehrfächer durch kommunistische Ideologie. Hier folgen die Punkte:

c) Die Einrichtung neuer akademischer Bereiche zur Verbreitung des Kommunismus
d) Förderung des linken Radikalismus
e) Die großartigen amerikanischen Traditionen leugnen
f) Kampf gegen die Klassiker der westlichen Zivilisation
g) Lehrbücher und Geisteswissenschaften monopolisieren
h) „Um-Erziehung“ in den Universitäten: Gehirnwäsche und Zerstörung der Moral

Weitere Themen der Teile 3 und 4 werden sein: Kommunistische Elemente in der Grund- und Sekundarstufe, Die zerstörerische Natur der Reformpädagogik, Verdummung der Schüler, Psychologische Manipulation (moralischer Relativismus, Todeserziehung, Drogenprävention, obszöne Sexualerziehung), Selbstbezogenheit im Namen des „Selbstwertgefühls“ vergrößern, Irreführung der Eltern und der Öffentlichkeit, Manipulation der Lehrbücher …

c) Die Einrichtung neuer akademischer Bereiche zur Verbreitung des Kommunismus

In einer funktionierenden Gesellschaft spiegeln wissenschaftliche Untersuchungen über die Situation der Frauen oder verschiedener Rassen den Aufstieg der akademischen Gemeinschaft wider. Beeinflusst durch die Existenzgrundlage dieser Fachbereiche-Kulturbewegungen der 1960er Jahre, nutzen Radikale diese neuen akademischen Bereiche, um ihre linksgerichteten Ideen in Universitäten und wissenschaftlichen Instituten zu verbreiten. Einige Wissenschaftler glauben zum Beispiel, dass die Einrichtung von Fachbereichen für afroamerikanische Studien nicht so sehr auf die tatsächliche Nachfrage nach einer solchen akademischen Abteilung zurückzuführen ist, sondern auf politische Erpressung. [27]

Einige Beispiele: 1968 erzwang ein Studentenstreik die Schließung des San Francisco State College. Auf Druck der „Black Student Union“ gründete das College den „Africana Studies Department“, den ersten Fachbereich für afroamerikanische Studien in den Vereinigten Staaten. Die Abteilung war in erster Linie als Mittel zur Förderung schwarzer Studenten gedacht, und so entstand ein einzigartiger afroamerikanischer Bereich. Die Errungenschaften schwarzhäutiger Wissenschaftler wurden darin in den Mittelpunkt gestellt und die Unterrichtsmaterialien wurden verändert, damit sie Afroamerikanern größere Bedeutung gaben. In Fächern wie Mathematik, Literatur, Geschichte, Philosophie und anderen wurden ebenfalls solche Änderungen durchgeführt.

Im Oktober 1968 besetzten zwanzig Mitglieder der schwarzen Studentenbewegung „Black Student Union“ das Rechenzentrum der Universität Santa Barbara in Kalifornien. Das führte zur Schließung der Universität. Ein Jahr später gründete die Schule das „Department of Black Studies“ und das „Black Research Center“.

Im April 1969 besetzten mehr als einhundert schwarze Studenten das Verwaltungsgebäude der Cornell Universität. Sie waren mit Schrotflinten bewaffnet und verfügten über viel Munition. Ihr Ziel war, die Universität zu zwingen, einen Fachbereich für die afroamerikanische Kultur einzurichten. Sie forderten, dass alle Stellen ausschließlich von Schwarzen besetzt werden sollten. Als ein Dozent kam, um sie aufzuhalten, drohte einer der Studentenführer, dass „die Cornell Universität nur noch drei Stunden überleben würde“. Die Cornell Universität gab dem Druck der schwarzen Studenten nach und gründete den dritten Fachbereich für Afro-Amerikanische Kultur in den Vereinigten Staaten. [28]

Shelby Steele, der später ein leitender Wissenschaftler an der Denkfabrik Hoover Institution der Stanford Universität wurde, war einst ein Verfechter der Einrichtung von Fachbereichen für afroamerikanische Kultur. Er sagte, die Universitätsleitungen hätten ein so starkes Gefühl der „weißen Schuld“, dass sie jeder Bitte der Vertreter der schwarzen Studentenwerke nachkommen würden. [29] Gleichzeitig wurden Frauenstudien, Lateinamerikanistik, Schwulenstudien und andere an amerikanischen Universitäten eingeführt und sind heute allgegenwärtig.

Die Grundannahme der Frauenforschung ist, dass Geschlechtsunterschiede nicht aus den biologischen Unterschieden resultieren, sondern soziale Konstrukte sind. Aufgrund der angeblichen langfristigen Unterdrückung der Frauen durch Männer und durch das Patriarchat ist die Mission der Frauenforschung daher, das soziale Bewusstsein der Frauen zu fördern und entsprechend der feministischen Sichtweise einen allgemeinen sozialen Wandel und eine Revolution auszulösen.

Eine Professorin und Feministin an der Universität Santa Cruz in Kalifornien wuchs in einer berühmten kommunistischen Familie auf. Sie verwies stolz auf ihre Referenzen als Kommunistin und lesbische Aktivistin. Seit den 1980ern lehrt sie Feminismus und betrachtete ihre sexuelle Orientierung als eine Art Lebensstil, um politisches Bewusstsein zu wecken. Sie wurde Professorin, weil ein befreundeter Kommunist ihr sagte, dass es ihre Mission sei, dies zu tun. In einer öffentlichen Erklärung sagte sie:

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Das Unterrichten ist für mich zu einer Form des politischen Aktivismus geworden.“

Sie gründete den Fachbereich für Feminismus an der Universität Santa Cruz in Kalifornien. [30] In einem ihrer Lehrbücher schrieb sie, dass weibliche Homosexualität die „höchste Form des Feminismus“ sei. [31]

Die Universität von Missouri hat für ihre Studenten ihre Kurse so konzipiert, dass sie die Themen Feminismus, Literatur, Geschlecht und Frieden lediglich aus der Position der Linken lehren. Zum Beispiel betrachtet ein Kurs mit dem Titel „Outlaw Gender“ (dt.: Geschlechter verbieten) Geschlechter als „künstliche Kategorien, die von einer bestimmten Kultur produziert werden“. Dies sieht Geschlechter nicht als etwas, das auf natürliche Weise entsteht. Es wurde den Studenten nur diese Sichtweise auf die Dinge beigebracht – die Darstellung der Unterdrückung der Frauen aufgrund ihres Geschlechtes und die Diskriminierung unterschiedlicher Identitäten. [32]

Wie bereits in Kapitel fünf besprochen wurde, war die Antikriegsbewegung im Westen nach dem zweiten Weltkrieg sehr stark durch kommunistische Infiltration beeinflusst. In den letzten Jahrzehnten entstand dadurch ein neues Studienfach an amerikanischen Universitäten, die Friedensforschung. Die Wissenschaftler David Horowitz und Jacob Laksin untersuchten mehr als 250 Organisationen, die eine Verbindung zu diesem neuen akademischen Bereich hatten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass diese Organisationen nicht akademischer, sondern politischer Natur waren und es ihr Ziel sei, Studenten für die Antikriegsbewegung der Linken zu gewinnen. [33]

Horowitz und Laksin stellten unter Berufung auf das populäre Lehrbuch „Friedens- und Konfliktforschung“ die hinter dem Fach stehende ideologische Absicht dar. Das Lehrbuch benutzt viele Argumente aus dem Marxismus, um Probleme wie Armut und Hunger zu erklären. Der Autor verdammt Grundbesitzer und Agrarbetriebe, indem er behauptet, deren Gier würde zum Verhungern von Hunderten von Millionen Menschen führen. Obwohl es angeblich um die Bekämpfung von Gewalt geht, gibt es eine Form der Gewalt, gegen die sich der Autor nicht wendet und die er positiv hervorhebt – Gewalt, die im Zuge der proletarischen Revolution angewendet wird.

In einem Auszug aus dem Buch „Friedens- und Konfliktforschung“ heißt es: „Während Kuba weit davon entfernt ist, ein irdisches Paradies zu sein, und bestimmte individuelle Rechte und bürgerliche Freiheiten oft nicht berücksichtigt werden, zeigt Kuba doch, dass gewalttätige Revolutionen manchmal zu einer allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Menschen führen können.“ Im Buch werden weder die Diktatur Fidel Castros noch die katastrophalen Auswirkungen der Revolution erwähnt.

Da es nach dem Anschlag 9/11 geschrieben wurde, beschäftigt sich das Buch „Friedens- und Konfliktforschung“ auch mit Terrorismus. Erstaunlicherweise scheinen die Autoren so viel Sympathie für die Terroristen zu haben, dass das Wort „Terrorist“ in Anführungszeichen gesetzt wurde. Die Autoren verteidigen ihre Haltung, indem sie sagen:

Dass das Wort ‚Terrorist‘ in Anführungszeichen gesetzt wurde, mag einigen Lesern unpassend erscheinen, die die Bezeichnung für offensichtlich halten. Wir tun das jedoch nicht, um den Horror solcher Taten herunterzuspielen, sondern um den Wert positiver gerechter Entrüstung hervorzuheben. Wir erkennen an, dass der ‚Terrorist‘ für den einen oft der ‚Freiheitskämpfer‘ einer anderen Person ist.“ [34]

Die akademische Welt sollte objektiv sein und keine politische Agenden enthalten. Diese neuen akademischen Bereiche haben damit eine ideologische Haltung angenommen: Professoren der Frauenforschung müssen sich dem Feminismus widmen, während Professoren im Bereich der afroamerikanischen Kultur der Überzeugung sein müssen, dass die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Schwierigkeiten der Afroamerikaner aus der Diskriminierung durch Weiße resultieren. Die Existenzgrundlage dieser Fachbereiche basiert nicht darauf die Wahrheit zu sagen, sondern eine ideologische Darstellung zu verbreiten.

Diese neuen Studienfächer sind Nebenprodukte der Kulturrevolution in den Vereinigten Staaten. Nachdem sie sich in den Universitäten etabliert hatten, wurden sie immer größer, indem sie immer höhere Budgets forderten und mehr Studenten aufnahmen, die wiederum diese Fächer weiter stärkten. Mittlerweile sind diese Studienbereiche tief in der akademischen Welt verwurzelt.

Diese neuen akademischen Bereiche wurden von Menschen mit böswilligen Absichten geschaffen, die unter dem Einfluss der kommunistischen Ideologie handelten. Ihr Ziel ist es, Konflikte und Hass zwischen verschiedenen Gruppen zu schüren und diese auszudehnen, um eine gewaltsame Revolution anzuzetteln. Zu den Menschen, für die sie sich angeblich einsetzen (wie Afroamerikaner, Frauen oder andere) haben diese Fachbereiche jedoch wenig Verbindungen.

d) Förderung des linken Radikalismus

In ihrem Buch „One-Party Classroom: How Radical Professors at America’s Top Colleges Indoctrinate Students and Undermine Our Democracy“ („Ein-Parteien-Klassenraum: Wie radikale Professoren an Amerikas Top Colleges Studenten indoktrinieren und unsere Demokratie untergraben“), listen David Horowitz und Jacob Laksin über 150 linksgerichtete Kurse auf, die an zwölf Universitäten angeboten wurden. Diese Kurse verbergen ihre politischen Absichten geschickt durch die Nutzung der wissenschaftlichen Sprache. In einigen von ihnen wurden jedoch selbst grundlegende akademische Prinzipien missachtet, sodass sie den politischen Kursen, die in kommunistischen Ländern obligatorisch sind,  sehr ähnlich sind.

Die Universität Santa Cruz in Kalifornien bietet beispielsweise einen Seminarkurs mit dem Titel „Theorie und Praxis des Widerstandes und Sozialer Bewegungen“ an. Die Kursbeschreibung lautet:

Ziel dieses Seminars ist, zu lernen, wie man eine Revolution organisiert. Wir werden lernen, was Gesellschaften in der Vergangenheit getan haben und in der Gegenwart tun, um Widerstand gegenüber den Machtverhältnissen zu leisten, sie herauszufordern und zu bezwingen – einschließlich (aber nicht begrenzt auf) globalen Kapitalismus, staatliche Unterdrückung und Rassismus.“ [35]

Bill Ayers ist Professor an der Universität von Illinois in Chicago und erhielt die besondere akademische Auszeichnung eines „Distinguished Professors“. Er ist ein linker Radikaler aus den 1960er Jahren. Bill Ayers ist der Führer der Gruppe „Weather Underground“, ursprünglich „Weathermen“ genannt, welche eine Splittergruppe der „Students for a Democratic Society“ (SDS) war. 1969 ging die Gruppe „Weathermen“ in den Untergrund und wurde die erste nationale innerstaatliche Terrororganisation der Vereinigten Staaten. Die Gruppe organisierte radikale Studenten, die sich an terroristischen Aktivitäten und Anschlägen beteiligten, um Rassenkonflikte zu entfachen.

Die „Weathermen“-Gruppe verübte Bombenanschläge auf das Kapitol, das New Yorker Polizeipräsidium, das Pentagon und auf Ministerien der Nationalen Sicherheit. Ein sehr bekanntes Zitat von Ayers lautet:

Tötet alle reichen Leute. Zerschlagt ihre Autos und Wohnungen. Bringt die Revolution nach Hause, tötet eure Eltern.“ [36]

Ayers akademische Publikationen stimmen mit seinem Leben überein. In seinen Veröffentlichungen argumentiert er, dass wir unsere „Vorurteile“ gegenüber jugendlichen Gewalttätern überwinden müssen. [37]

Ein Netz aus linken Progressiven verhinderte erfolgreich, dass das FBI Ayers verhaftete. Er tauchte 1980 wieder auf und umging einen Strafprozess. Danach schrieb er sich an der Universität von Illinois–Chicago ein und studierte frühkindliche Bildung. Seine politischen Ansichten blieben unverändert und er zeigte auch keinerlei Reue für die Anschläge in der Vergangenheit. Ayers wurde der Reihe nach erst Lehrbeauftragter, dann Professor und später erhielt er die Auszeichnung eines „Distinguished Professors“ und damit seine jetzige Position. Mit dem Titel eines „Senior University Scholar“ erhielt er die höchste Auszeichnung der Universität.

Jeder Titel, den Ayers erhielt, war eine kollektive Entscheidung der Kollegen seiner Abteilung. Das allein spiegelt bereits die stillschweigende Anerkennung und Unterstützung seiner terroristischen Vergangenheit wider.

e) Die großartigen Traditionen Amerikas leugnen

Eine Gruppe politisch engagierter Studenten der Texas Tech Universität führte 2004 auf ihrem Campus eine Umfrage durch. Sie stellten drei Fragen: „Wer hat den Bürgerkrieg gewonnen? Wer ist unser Vizepräsident?“ und „Von wem wurden wir unabhängig?“. Viele Studenten konnten diese Fragen nicht beantworten, obwohl sie zum Allgemeinwissen gehören. Obwohl sie diese grundlegenden Fakten über die Politik und Geschichte ihres Landes nicht kannten, waren die Schüler mit den Details von Filmstars und ihren Liebesaffären bestens vertraut. [38]

2008 führte das „Intercollegiate Studies Institute“ (ISI) eine Umfrage mit 2.508 zufällig ausgewählten Amerikanern durch. Die Ergebnisse zeigten, dass nur die Hälfte aller Befragten die drei Bereiche der Regierung nennen konnten. [39] Bei der Beantwortung von 33 einfachen Fragen zum Staat und den Rechten der Bürger erreichten 71 Prozent der Befragten durchschnittlich 49 Prozent und damit eine schlechte Note. [40]

Die amerikanische Geschichte zu lernen, ist nicht nur ein Prozess, in dem man versteht, auf welchen Werten die eigene Nation aufgebaut wurde, sondern auch wie man diese Traditionen erhält und bewahrt. Nur dann werden die Menschen einer Nation zu schätzen wissen, was sie heute haben, das Vermächtnis ihrer Nation schützen und es an die nächste Generation weitergeben.

Die Geschichte zu vergessen oder in Vergessenheit geraten zu lassen ist das selbe, wie die Traditionen zu zerstören. Menschen, die ihre Pflichten als Bürger nicht kennen, ermöglichen die Bildung von totalitären Regierungen. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, was mit der amerikanischen Geschichte und der politischen Bildung geschehen ist. Die Antwort darauf ist in den Lehrbüchern der Schüler und bei ihren Lehrern zu finden.

Der Marxist Howard Zinn ist der Autor des populären Geschichtsbuches „People’s History of the United States“. In diesem Buch geht es vorwiegend darum, dass alle heldenhaften Taten und beeindruckenden Vorfälle in der amerikanischen Geschichte schamlose Lügen sind. Die wirkliche Geschichte der Vereinigten Staaten sei ein dunkler Weg aus Unterdrückung, Benachteiligung, Raub und Völkermord. [41]

Ein Professor für Wirtschaft an einer Universität in Boston ist der Meinung, dass die Terroristen, die Feinde der Vereinigten Staaten sind, die wirklichen Freiheitskämpfer darstellen, und dass die Vereinigten Saaten selbst das eigentliche Übel seien. In einem Artikel, der 2004 veröffentlicht wurde, setzte er die Terroristen, die die Anschläge vom 11. September 2001 verübten mit den amerikanischen Rebellen gleich, die 1775 die ersten Schüsse in Lexington abgaben, und damit den Unabhängigkeitskrieg begannen. [42]

f) Kampf gegen die Klassiker der westlichen Zivilisation

1988 protestierten radikale Studenten und Lehrer der Stanford University gegen einen Kurs der Universität mit dem Titel „Western Civilization“. Sie riefen: „Hey, hey, ho, ho! Western Civilization has to go! (Deutsch: Die westliche Zivilisation muss weg!) Die Stanford University gab den Forderungen der Protestierenden nach und ersetzte den Kurs „Western Civilization“ durch einen neuen Kurs mit dem Titel „Cultures, Ideas, Values“ (CIV) (Deutsch: Kulturen, Ideen und Werte), mit deutlich multikulturellem Charakter. Da in dem neuen Kurs einige klassische Werke der westlichen Kultur wie Homer, Platon, Augustinus, Dante oder Shakespeare nicht aus dem Lehrplan genommen wurden, bestand man darauf, dass der Kurs jedes Semesters Werke aus der Frauenliteratur, von Minderheiten und anderen Gruppen beinhalten musste, die als unterdrückt galten.

Der amerikanische Bildungsminister William Bennett verurteilte seinerzeit die Veränderung der Curricula aufgrund der Einschüchterungen. Viele renommierte Universitäten änderten dennoch ihre Lehrpläne und kleinere Colleges folgten dem Beispiel, um nicht als rückständig zu gelten. In wenigen Jahren veränderte sich der gesamte Bereich der Geisteswissenschaften an amerikanischen Universitäten.

Der konservative Denker und Regisseur Dinesh D’Souza erläuterte 1991 in seinem Buch „Illiberal Education“ (Antiliberale Erziehung) die ideologische Ausrichtung des neuen CIV-Kurses „Cultures, Ideas, Values“ der Stanford University anhand des Buches „I, Rigoberta, Menchu: An Indian Woman in Guatemala“. Dieses Buch von 1983 taucht in die Lebenserfahrungen der Autorin Rigoberta Menchu ein, einer jungen indigenen Frau, die ursprünglich aus Guatemala stammt und in den Vereinigten Staaten lebt. Nachdem ihre Eltern ermordet worden waren, entschied sie sich, den Weg der Rebellion einzuschlagen und wurde mit der Zeit zunehmend radikaler.

Rigoberta identifizierte sich mit der Indianerbewegung „American Indian Movement“ in Südamerika, die um das Recht auf Selbstbestimmung kämpfte. Gleichzeitig war sie gegen die Europäisierung der lateinamerikanischen Kultur. Sie wurde zuerst zur Feministin, dann zur Sozialistin und am Ende zur Marxistin. Gegen Ende ihres autobiografischen Buches berichtet sie über ihre Teilnahme an der Tagung der Volksfront in Paris, auf der über Themen wie bürgerliche Jugendliche und Molotow-Cocktails diskutiert wurde. Ein Kapitel ihres Buch trägt die Überschrift „Rigoberta sagt sich von Ehe und Mutterschaft los“. Sie bekam 1995 einen Sohn. [43]

Um „politisch korrekt“ zu handeln, wurden viele Literatur-Klassiker aus amerikanischen Universitäten vertrieben, was verschiedene negative Auswirkungen hat. Dazu zählen:

Erstens: Das Schreiben von Büchern schlechter Qualität mit einfachem Inhalt, der revolutionäre Erzählungen enthält oder als Opferliteratur durchgehen kann, verdrängt klassische Werke und ihre zeitlose Fülle.

Zweitens: Der Vergleich zwischen dieser Art von Literatur und den Klassikern gibt ihnen scheinbar einen Platz unter den Klassikern und erhöht ihren Einfluss auf die Köpfe der Schüler erheblich. Indem man die klassischen Werke auf die gleiche Stufe mit durchschnittlichen literarischen Werken stellt, trivialisiert und relativiert man die Klassiker.

Drittens: Die Leitmotive der Klassiker werden anhand von kritischer Theorie, Kulturwissenschaft, Identitätspolitik und politischer Korrektheit neu interpretiert. Wissenschaftler forschen mit Begeisterung nach verstecktem Rassismus und Sexismus in Shakespeares Stücken, nach den angeblichen homosexuellen Neigungen zwischen den Charakteren und so weiter. Sie unterstellen ihnen diese Dinge und zerstören damit die klassischen Werke.

Viertens: Studenten, die mit dieser Art geistiger Einstellung erzogen wurden, finden die edlen Charaktere, großartigen Handlungen und moralischen Lektionen, die in den Klassikern dargestellt sind, schwer zu glauben. Sie gewöhnen sich stattdessen an, sie in einem negativen und zynischen Licht zu sehen.

In der traditionellen literarischen Bildung geht es in den Klassikern vor allem um den Glauben an Gerechtigkeit, Loyalität, Mut, universelle Liebe, die Bereitschaft sich für andere aufzuopfern und andere moralische Werte. Im geschichtlichen Bereich standen wichtige historische Ereignisse im Mittelpunkt, die den Aufbau und die Entwicklung der eigenen Nation und ihre fundamentalen Werte betrafen.

Da die klassischen Werke der westlichen Literatur fast alle von weißen europäischen Männern geschrieben wurden, erhoben die Linken die „Fahne“ der Multikulturalität und des Feminismus und bestehen nun darauf, dass auch Literatur von Frauen und von Menschen verschiedener Hautfarbe und anderen gelesen werden müsse. Im Geschichtsunterricht wird der historische Weg eines Landes bevorzugt in einem düsteren Licht dargestellt, voll von Sklaverei, Ausbeutung der Frauen und anderen Minderheiten. Es geht nicht mehr darum, sich an das traditionelle Erbe zu erinnern, sondern ein Schuldgefühl gegenüber Frauen und Minderheiten zu vermitteln.

Menschen haben nur eine begrenzte Zeit zum Lesen. Wenn Bildung absichtlich so gestaltet wird, dass „politisch korrekte Bücher“ hervorgehoben werden, dann wird damit die Zeit reduziert, die ein Mensch zum Lesen der klassischen Werke hat. Das Ergebnis ist, dass Generationen von Schülern vom Ursprung ihrer Kultur getrennt wurden, vor allem von dem Wertesystem, das aus dem religiösen Glauben einer Kultur stammt und durch diese Kultur weitergegeben wird. Die Kultur jeder einzelnen Nation stammt von Gottheiten. Sie kann vielfältig und unterschiedlich sein, aber darf nicht gemischt werden. Das Vermischen von Kulturen bedeutet die Zerstörung der Verbindung zwischen der Nation, zu der die Kultur gehört und den Gottheiten, die sie erschaffen haben.

g) Lehrbücher und Geisteswissenschaften monopolisieren

Der Wirtschaftswissenschaftler Paul Samuelson beschrieb die Macht der Lehrbücher einmal so: „Es interessiert mich nicht, wer die Gesetze des Landes verfasst – oder die bedeutenden Verträge macht – wenn ich die Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaften schreiben kann.“ [44] Lehrbücher, die in großer Anzahl im Umlauf sind und als maßgebend gelten, können einen enormen Einfluss auf Studenten ausüben. Wer auch immer die Lehrbücher schreibt, hat die Macht, den sensiblen Geist der jungen Menschen zu formen.

Nachdem radikale Wissenschaftler und Professoren an Universitäten angestellt wurden und sich einen Namen gemacht hatten, übernahmen sie die Kontrolle über die Universitätsverlage und -ausschüsse. Sie benutzten ihre Macht, um ihre Ideologien in den Lehrmaterialien unterzubringen, und zwangen ihre Schüler und Studenten, sie zu lernen. In einigen akademischen Bereichen enthalten die von den Professoren ausgewählten Lehrbücher und ihre Pflichtliteratur mehr Werke des Marxismus als jede andere Denkrichtung. Das bereits erwähnte Buch „Eine Geschichte des amerikanischen Volkes“ von Howard Zinn gehört in vielen Studiengängen von Geschichte, Wirtschaft, Literatur und Frauenforschung zur Pflichtlektüre.

Sobald genug linksdenkende Akademiker vorhanden waren, konnten sie den „Peer-Review-Mechanismus“ der akademischen Gemeinschaft der USA nutzen, um Menschen mit anderen Meinungen zu unterdrücken. Ein Artikel oder wissenschaftlicher Beitrag, der linke Weltanschauungen in Frage stellt, wird von den Linken und ihren Kollegen zwangsläufig abgelehnt.

Viele Zeitschriften im Bereich der Geisteswissenschaften betrachten die „kritische Theorie“ als Leitlinie und enthalten viele obskure Fachausdrücke. Im Kern geht es stets darum, alles Göttliche zu verneinen, die traditionelle Kultur abzulehnen und Revolutionen anzuregen, um die gegenwärtige soziale, politische und wirtschaftliche Ordnung zu stürzen. Es gibt eine Kategorie von „Wissenschaften“, die beweisen soll, dass alle traditionellen Moralvorstellungen und Standards, einschließlich des wissenschaftlichen Fortschritts, nur soziale Konstrukte sind. Ihr Zweck ist, die Macht der herrschenden Klasse zu sichern, indem sie ihre Normen der gesamten Gesellschaft aufzwingen.

Im Jahr 1996 veröffentlichte Alan Sokal, ein Physikprofessor an der Universität New York, einen Artikel in der kulturwissenschaftlichen Zeitschrift „Social Text“ der Duke University. Der Artikel trug den Titel „Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity“ (Deutsch: „Die Grenzen überschreiten: Auf dem Weg zu einer transformativen Hermeneutik der Quantengravitation.“). Sokal verwendete darin 109 Fußnoten und 219 Quellen, um zu belegen, dass „Quantengravitation“ aus Gesellschaft und Sprache besteht. [45]

Am selben Tag, an dem der Artikel im „Social Text“ erschien, veröffentlichte Sokal eine Erklärung in einer anderen Zeitschrift, der „Lingua Franca“. Dort erklärte er, dass sein Artikel Unsinn und ein physikalisches Experiment gewesen sei. [46]

Während eines Interviews beim Radiosender „All Things Considered“ sagte Sokal, dass er sich dazu vom Buch „Higher Superstition“ von 1994 hatte inspirieren lassen. In diesem Buch heißt es, dass einige geisteswissenschaftliche Zeitschriften alles veröffentlichen, solange „die richtigen linken Gedanken“ darin vorkommen und bekannte linke Denker zitiert werden. Sokal testete dies, indem er seinen wissenschaftlichen Artikel mit linken Ideologien, sinnlosen Zitaten und völligem Unsinn füllte. [47]

Sokal schrieb dazu später:

Die Ergebnisse meines kleinen Experiments zeigen zumindest, dass einige der derzeit angesagten Bereiche der amerikanischen akademischen Linken intellektuell faul geworden sind. Den Herausgebern der ‚Social Text‘ gefiel mein Artikel, weil ihnen meine Schlussfolgerung gefiel. Und zwar, dass ‚der Inhalt und die Methodik der postmodernen Wissenschaft eine starke intellektuelle Unterstützung für das fortschrittliche politische Projekt‘ biete. Sie sahen offensichtlich keine Notwendigkeit, die Qualität der Beweise, die Aussagekraft oder zumindest die Relevanz der Argumente in Bezug auf meine vermeintliche Schlussfolgerung zu analysieren.” [48]

Sokals satirischer Ansatz verdeutlicht den Mangel an akademischen Prinzipien und Glaubwürdigkeit in den Bereichen der kritischen Theorie und Kulturwissenschaft.

Wenn man sich die Zeitschriftentitel auf den Jahrestagungen großer US-amerikanischer akademischer Verbände ansieht, ist die jahrzehntelange kommunistische Durchdringung in den Sozialwissenschaften deutlich zu erkennen. Die „Modern Language Association” ist mit 25.000 Mitgliedern die größte dieser Gesellschaften. Sie besteht hauptsächlich aus Professoren und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der modernen Sprachforschung und -ausbildung. Mehr als zehntausend Teilnehmer nehmen an einer Jahrestagung des Verbandes teil.

Ein großer Teil der Arbeiten, die auf der Website des Verbandes aufgelistet sind, bewegt sich im ideologischen Rahmen des Marxismus, der Frankfurter Schule, der Dekonstruktion, des Poststrukturalismus und weiterer abwegiger Theorien. Andere nutzen Feminismus, Schwulenforschung, Identitätspolitik und andere radikale Trends. Ähnliche Organisationen, einschließlich der „American Sociological Association”, spiegeln die Durchdringung des kommunistischen Gedankengutes ebenfalls wider, wenn auch in unterschiedlichem Maße.

Die Geisteswissenschaften haben an amerikanischen Universitäten Tradition, einige geisteswissenschaftliche Kurse sind für Studenten aller Studienrichtungen obligatorisch. Heutzutage werden die Pflichtkurse meist von Professoren aus den Bereichen Literatur, Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften unterrichtet. Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Professor Thomas Sowell sagte dazu, dass Pflichtkurse, wie der Begriff schon sagt, den Studenten keine Wahlmöglichkeit ließen. Studenten können sich dem Einfluss der Dozenten und Professoren nicht entziehen, die ihren Hörsaal oft dazu benutzen, um ihre linken Ideologien zu verbreiten. Die Lehrenden verwenden als Motivation auch Zensuren, damit die Studenten ihre Ansichten annehmen. Studenten, die es wagen, die Ansichten eines Professors in Frage zu stellen, werden mit schlechteren Noten bestraft. [49] Die marxistischen Ansichten dieser geistes- und sozialwissenschaftlichen Professoren betreffen nicht nur Studenten in ihren akademischen Bereichen, sondern nahezu die gesamte Studentenschaft.

Studenten wollen als Erwachsene respektiert werden, aber sowohl ihr Wissen als auch ihre praktischen Erfahrungen sind begrenzt. In dem relativ geschlossenen Umfeld einer Universität vermuten nur wenige von ihnen, dass ihre renommierten Professoren ihre Unwissenheit und ihr Vertrauen ausnutzen würden, um ihnen eine Reihe völlig falscher und schädlicher Ideologien und Werte zu vermitteln. Eltern zahlen hohe Studiengebühren, damit ihre Kinder die Kenntnisse und Fähigkeiten erlernen, die sie benötigen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Wie könnten sie sich vorstellen, dass ihre Kinder in Wirklichkeit ihrer kostbaren Jahre beraubt und insgeheim zu Verfechtern radikaler Ideologien erzogen werden, die sie für den Rest ihres Lebens beeinflussen?

Generation um Generation von Jugendlichen hat dieses Bildungssystem durchlaufen, das vom Geist des Kommunismus stark infiltriert wurde. Sie studieren die von Linken verfassten Lehrbücher und verinnerlichen ihre verzerrten Theorien – was den Niedergang von Kultur, Moral und Menschlichkeit beschleunigt.

h) „Um-Erziehung“ in den Universitäten: Gehirnwäsche und Zerstörung der Moral

Mit der Zunahme der marxistischen Ideologie an den Universitäten konzentriert sich die Hochschulpolitik seit den 1980er Jahren zunehmend auf die Verhinderung „offensiver“ Äußerungen, insbesondere wenn es um Frauen oder ethnischen Minderheiten geht. Nach Angaben des amerikanischen Professors Donald Alexander Downs führten zwischen 1987 und 1992 etwa 300 Universitäten Richtlinien zur sprachlichen Regulierung ein. Sie schufen dabei ein paralegales Verbotssystem, das die Verwendung von Formulierungen verbietet, die in Bezug auf sensible Gruppen und Themen als beleidigend empfunden werden können. [50]

Diejenigen, die diese Verbote unterstützen, mögen es gut meinen. Aber ihre Handlungen führen zu einem absurden Ergebnis, da immer mehr Menschen für sich das Recht beanspruchen, mit diesem und jenem nicht beleidigt werden zu wollen. Nach dem Gesetz gibt es kein solches Recht. Doch die Verbreitung des Kulturmarxismus macht es jedem möglich, auf irgendeine Weise eine persönliche Verbindung zu einer „unterdrückten Gruppe“ herzustellen, in dem kulturelle Gründe, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder weiteres als Begründung angeführt werden können. Das Verwaltungspersonal der Universitäten bevorzugt stets diejenigen, denen es gelingt, sich als Opfer hinzustellen.

Nach der marxistischen Logik sind die Unterdrückten unter allen Umständen moralisch im Recht und viele Menschen wagen nicht, die Echtheit ihrer Ansprüche in Frage zu stellen. Diese absurde Logik basiert auf der Verdrehung der Maßstäbe zur Beurteilung von dem, was Moral ist. Während sich Gruppenidentitäten und -empfindungen intensivieren (im Leninismus und Stalinismus wird dies als eine hohe Ebene des Klassenbewusstseins bezeichnet), verlassen Menschen unbewusst die traditionellen Standards von Gut und Böse und ersetzen sie durch Gruppendenken. Das zeigte sich am deutlichsten in totalitären kommunistischen Staaten, wo das „unterdrückte“ Proletariat das Recht erhielt, die landbesitzenden und kapitalistischen „Unterdrücker“ zu töten.

Marxistische Kulturwissenschaftler leiteten den Trend ein, willkürliche Behauptungen aufzustellen, ob ein Ausdruck als beleidigend oder diskriminierend anzusehen sei. Um die Definition von Diskriminierung zu erweitern, entwickelten sie eine Reihe neuer Konzepte. Dazu gehören Ideen wie „Mikroaggression“, „Triggerwarnungen“, „sichere Räume“ und so weiter. Die Hochschulleitungen führten entsprechende Richtlinien und obligatorische Schulungen für ihre Mitarbeiter ein, wie beispielsweise Sensibilisierungs-Kurse oder Vielfalts-Trainings.

Mikroaggression bezieht sich auf eine spontane nonverbale Normüberschreitung, der man im täglichen Leben begegnet, wobei sich die vermeintlichen Verursacher eventuell völlig unbewusst über ihre Auswirkungen sind. Diese Art der unbeabsichtigten Beleidigung oder Ignoranz wird als „unsensibel“ klassifiziert (im Leninismus oder Stalinismus würde dies als geringes soziales Bewusstsein angesehen werden). Sensibilisierungskurse sind zu einem wichtigen Aspekt zu Studienbeginn geworden. Den Studenten wird gesagt, was nicht gesagt werden kann und welche Kleidung nicht getragen werden sollte, damit sie nicht mit einer Mikroaggression gegen die Hochschulordnung verstoßen.

In einigen Hochschulen darf der Satz „Willkommen in Amerika“ nicht gesagt werden, weil er als diskriminierend empfunden und als eine Form der Mikroaggression angesehen wird: Er könnte ethnische Gruppen beleidigen, die in der Vergangenheit in den Vereinigten Staaten ungerecht behandelt wurden, wie z.B. Indianer, Afrikaner, Japaner und Chinesen. Das könnte sie an die demütigende und leidvolle Geschichte ihrer Vorfahren erinnern.

Auf einer langen Liste von Aussagen, die von der Universität von Kalifornien als Mikroaggressionen angesehen werden, steht zum Beispiel: „Die Vereinigten Staaten sind ein Schmelztiegel“ (Rassendiskriminierung), „Die Vereinigten Staaten sind ein Land voller Möglichkeiten“, und „Männer und Frauen haben die gleichen Erfolgschancen“ (Verleugnung von Geschlecht oder ethnischer Ungleichheit). [51] Mikroaggressionen können Disziplinarmaßnahmen nach sich ziehen, da sie die Einrichtung „sicherer Räume“ verhindern.

Ein Beispiel für eine typische Mikroaggression ereignete sich auf einem Campus in Indianapolis, an der Indiana University-Purdue University. Ein weißer Student verstieß gegen die Hochschulordnung, weil er ein Buch mit dem Titel: „Notre Dame vs. the Klan: How the Fighting Irish Defeated the Ku Klux Klan“ (Deutsch: [University of] Notre Dame gegen den Klan: Wie die kämpfenden Iren den Ku-Klux-Klan besiegten) las. Ein anderer Student, der für die Hochschule arbeitete, fand die Fotos des Ku-Klux- Klans auf dem Cover des Buches unpassend. Das Korrekturbüro des Instituts war der Meinung, dass der Student damit gegen die Regeln der Rassendiskriminierung verstoßen hatte. Erst nachdem der Student Einspruch erhob und Unterstützung durch andere Gruppen bekam, ließ die Universität die Sanktionen gegen ihn fallen. [52]

Sensibilisierungstrainings und Vielfalts-Trainings sind in ihrer Art mit den Umerziehungsprogrammen der ehemaligen Sowjetunion und denen in China vergleichbar. Das Ziel der Umerziehung ist, das kommunistische System der Klassen zu stärken: Die „Bourgeoisie“ und die „Klasse der Eigentümer“ (ähnlich den weißen Männern) müssen ihre Erbsünde als Mitglieder der herrschenden Klasse erkennen, und die angeblich unterdrückten Gruppen müssen gleichzeitig das „richtige Verständnis“ über die „bürgerliche Kultur“ entwickeln. Sie werden unter Druck gesetzt, ihre „verinnerlichte Unterdrückung“ zu beseitigen, damit sie ihre „bedrückenden Bedingungen“ erkennen können. Das ist mit der feministischen Bildung vergleichbar, die Frauen lehrt, Weiblichkeit und die traditionelle Rolle der Frau als ein Konstrukt des Patriarchats zu betrachten.

Nach der marxistischen Klassenanalyse ist das Persönliche politisch: Es wird als falsch angesehen, ein Problem aus dem Blickwinkel des definierten Unterdrückers zu verstehen. Um die Weltanschauung zu reformieren und der marxistischen Ideologie vollständig zu folgen, werden daher Worte und Taten, welche Unterdrückung der Klassen oder den Klassenkampf ablehnen, hart bestraft. Das Sensibilisierungstraining soll „soziale Ungerechtigkeit“ vollständig aufdecken und den Standpunkt der „unterdrückten“ Gruppen (Frauen, ethnische Minderheiten, Homosexuelle usw.) neu definieren.

So verlangte die Northwestern University 2013 von allen Studierenden, vor ihrem Abschluss einen Kurs über Diversität / Vielfalt zu belegen. Nach Angaben der Universität wären die Studenten nach Abschluss des Kurses in der Lage, „ihre Fähigkeit zum kritischen Denken zu erweitern“ (Lernen, eine gesellschaftliche Klasse zu bestimmen), „ihre eigene Position in einem ungerechten System zu erkennen“ (die Zugehörigkeit zu ihrer Klasse und deren Merkmale erkennen) und ihre „eigene Macht und Privilegien“ zu überdenken (um sich in die Lage der „unterdrückten Klasse“ versetzen zu können). [53]

Ein weiteres typisches Beispiel ist das ideologische Umerziehungsprogramm der Universität von Delaware, das 2007 an der University of Delaware begann. Dieses Programm, das als „Behandlung“ wegen falscher Einstellungen und Überzeugungen bezeichnet wird, wurde für 7.000 Schüler verbindlich vorgeschrieben. Erklärtes Ziel war es, die Studierenden dazu zu bringen, festgelegte Perspektiven zu Themen wie Politik, Rasse, Geschlecht und Umweltschutz zu akzeptieren.

Die studentischen Hilfskräfte der Universität waren verpflichtet mit den Studenten einen persönlichen Fragebogen durchzugehen, indem beispielsweise auch gefragt wurde, mit welchen Rassen und Geschlechtern sie ausgehen würden. Ziel war es, die Studenten dazu zu bringen, offener für Verabredungen mit Menschen außerhalb ihrer Gruppen zu werden. Als eine Assistentin eine Studentin fragte, wann sie ihre Genderidentität entdeckt habe (die auch im Gegensatz zum biologischen Geschlecht stehen kann), antwortete die Studenten, dass sie dies nichts angehen würde. Die Assistentin meldete sie der Universitätsverwaltung. [54]

Diese massenhafte politische Indoktrination vermischt nicht nur die Standards hoher moralischer Werte, sondern stärkt auch erheblich Egoismus und Individualismus. Die Jugendlichen lernen, dass sie die stark politisierten Gefühle einer Gruppe (Identitätspolitik) nutzen können, um ihre persönlichen Wünsche und Ziele zu erreichen. Indem man sich einfach als Mitglied einer Gruppe bezeichnet, die angeblich unterdrückt wird, kann man andere beschuldigen und bedrohen oder diese Identität zum persönlichen Nutzen einsetzen. Wenn die Meinungen anderer Menschen nicht mit der eigenen übereinstimmen, können sie eine Straftat darstellen und an die Universität gemeldet werden, was das Recht dieser Personen auf freie Meinungsäußerung einschränkt. Wenn man die Ideen in konservativen Schülerzeitungen nicht mag, halten es einige vielleicht sogar für angemessen, die Publikationen verbrennen zu lassen.

Ob man beleidigt ist oder nicht, ist eine Frage des subjektiven Gefühls, aber heutzutage werden auch Gefühle als objektive Beweise gewertet. Es ist schon so weit gekommen, dass Universitätsprofessoren ständig um den heißen Brei herumreden müssen. Seit kurzem fordern Studenten an vielen Universitäten, dass vor der Vermittlung bestimmter Inhalte Professoren erst sogenannte „Triggerwarnungen“ geben müssen, weil einige Diskussionsthemen oder Bücher negative emotionale Reaktionen hervorrufen könnten. In den letzten Jahren landeten auch Werke wie Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ und „Die Metamorphosen“ des römischen Dichters Ovid auf der Liste der Literatur, für die „Triggerwarnungen“ erforderlich sind. Einige Universitäten empfehlen sogar, Tätigkeiten, welche die Emotionen einiger Studenten triggern könnten, so weit wie möglich zu vermeiden. [55]

Viele Schüler und Jugendliche, die in so einer Umgebung aufwachsen, fühlen sich schnell in ihrem Ego getroffen und versuchen alles, um jede mögliche „Beleidigung“ und jedes unangenehme Gefühl zu vermeiden. Die Gruppenidentität (d.h. eine andere Art des im Kommunismus gepredigten „Klassenbewusstseins“), die an den Schulen und Hochschulen gefördert wird, lässt Lernende das unabhängige Denken und die persönlichen Verantwortung ignorieren. Wie die radikalen Studenten der 1960er Jahre, die heute die Professoren dieser Studenten sind, lehnen sich auch diese Studenten gegen die Traditionen auf. Sie schwelgen in ihrer verwirrten sexuellen Promiskuität, Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Ihre Sprache ist voll von Schimpfwörtern. Doch hinter ihrer Verachtung der weltlichen Gepflogenheiten stehen zerbrechliche Herzen und Seelen, die nicht in der Lage sind, den geringsten Schicksalsschlag oder gar einen Rückschlag auszuhalten, geschweige denn wirkliche Verantwortung zu übernehmen.

Traditionelle Bildung fördert Selbstbeherrschung, selbständiges Denken, Verantwortungsbewusstsein und Verständnis für andere. Das Gespenst des Kommunismus will nichts Geringeres, als dass die nächste Generation ihre moralischen Einstellungen völlig aufgibt und zu seinen kopflosen Sklaven bei seiner Herrschaft über die Welt wird.

Fortsetzung

Quellen

[27] David Horowitz and Jacob Laksin, One Party Classroom (New York: Crown Forum, 2009), 51.
[28] Ibid., 51–52.
[29] Bawer, The Victims’ Revolution: The Rise of Identity Studies and the Closing of the Liberal Mind, Chapter 3.
[30] Horowitz and Laksin, One Party Classroom, 3.
[31] David Horowitz, The Professors: The 101 Most Dangerous Academics in America (Washington D.C.: Regnery Publishing, Inc., 2013), 84–5.
[32] Horowitz and Laksin, One Party Classroom, 212.
[33] David Horowitz, Indoctrinate U.: The Left’s War against Academic Freedom (New York: Encounter Books, 2009), Chapter 4.
[34] Ibid.
[35] Horowitz and Laksin, One Party Classroom, 1–2
[36] Quoted from http://www.azquotes.com/author/691-Bill_Ayers.
[37] Horowitz, The Professors: The 101 Most Dangerous Academics in America, 102.
[38] “Who Won the Civil War? Tough Question,” National Public Radio, November 18, 2014, https://www.npr.org/sections/theprotojournalist/2014/11/18/364675234/who-won-the-civil-war-tough-question.
[39] “Summary of Our Fading Heritage: Americans Fail a Basic Test on Their History and Institutions,” Intercollegiate Studies Institute Website, https://www.americancivicliteracy.org/2008/summary_summary.html.
[40] “Study: Americans Don’t Know Much About History,” July 17, 2009, https://www.nbclosangeles.com/news/local/Study-Americans-Dont-Know-About-Much-About-History.html.
[41] Howard Zinn, A People’s History of the United States (New York: Harper Collins, 2003).
[42] Horowitz, The Professors: The 101 Most Dangerous Academics in America, 74.
[43] Dinesh D’ Souza, Illiberal Education: The Politics of Race and Sex on Campus (New York: The Free Press, 1991), 71.
[44] Paul Samuelson, “Foreword,” in The Principles of Economics Course, eds. Phillips Saunders and William B. Walstad (New York: McGraw-Hill College, 1990).
[45] Alan D. Sokal, “Transgressing the Boundaries: Toward a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity,” Social Text No. 46/47 (Spring–Summer, 1996), 217–252.
[46] Alan D. Sokal, “A Physicist Experiments with Cultural Studies,” Lingua Franca (June 5, 1996). Available at http://www.physics.nyu.edu/faculty/sokal/lingua_franca_v4/lingua_franca_v4.html.
[47] Alan D. Sokal, “Parody,” “All Things Considered,” National Public Radio, May 15, 1996, https://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=1043441.
[48] Alan D. Sokal, “Revelation: A Physicist Experiments with Cultural Studies,” in Sokal Hoax: The Sham That Shook the Academy, ed. The Editors of Lingua Franca (Lincoln, NE: University of Nebraska Press, 2000), 52.
[49] Thomas Sowell, Inside American Education: The Decline, The Deception, The Dogma (New York: The Free Press, 1993), 212–213.
[50] Donald Alexander Downs, Restoring Free Speech and Liberty on Campus (Oakland, CA: Independent Institute, 2004), 51.
[51] Eugene Volokh, “UC Teaching Faculty Members Not to Criticize Race-Based Affirmative Action, Call America ‘Melting Pot,’ and More,” The Washington Post, June 16, 2015, https://www.washingtonpost.com/news/volokh-conspiracy/wp/2015/06/16/uc-teaching-faculty-members-not-to-criticize-race-based-affirmative-action-call-america-melting-pot-and-more/?utm_term=.c9a452fdb00f.
[52] “Victory at IUPUI: Student-Employee Found Guilty of Racial Harassment for Reading a Book Now Cleared of All Charges,” Foundation for Individual Rights in Education, https://www.thefire.org/victory-at-iupui-student-employee-found-guilty-of-racial-harassment-for-reading-a-book-now-cleared-of-all-charges/.
[53] “Colleges Become Re-Education Camps in Age of Diversity,” Investor’s Business Daily,  https://www.investors.com/politics/editorials/students-indoctrinated-in-leftist-politics/.
[54] Greg Lukianoff, “University of Delaware: Students Required to Undergo Ideological Reeducation,” Foundation for Individual Rights in Education, https://www.thefire.org/cases/university-of-delaware-students-required-to-undergo-ideological-reeducation/.
[55] Alison Flood, “US Students Request ‘Trigger Warnings’ on Literature,” The Guardian, May 19, 2014, https://www.theguardian.com/books/2014/may/19/us-students-request-trigger-warnings-in-literature.

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/
Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Hier die Liste der bereits veröffentlichten Kapitel: Wie der Teufel die Welt regiert

Ein kurzer Ausblick auf die Kapitel, die noch nach und nach veröffentlicht werden:
(13) Die Übernahme der Medien, der Filmindustrie (Hollywood) und des Fernsehen, Verantwortung in die Medien zurückbringen
(14) Partykultur, populäre Kultur, Woodstock, Rockmusik, Drogenmissbrauch, Pornographie, sexuelle Befreiung und Promiskuität, Homosexualität, die Hippie-Kultur, Videospiele, Online-Kultur und spirituelle Leere, die Kultur der Gewalt
(15) Islamischer Terrorismus, Ursprünge des Terrorismus, Sayyid Qutb: Der Marx des islamischen Extremismus, Unterstützung des Terrorismus durch die Kommunistische Partei Chinas, wie gewöhnliche Muslime geopfert werden, verborgene Allianz zwischen Terrorismus und der westlichen radikalen Linken
(16) Die kommunistischen Wurzeln des Umweltschutz, Grün ist das neue Rot, Öko-Terrorismus, Der Mythos des Konsenses über den Klimawandel, Das Dogma „Klimawandel“ in der Gesellschaft etablieren, Warum Umweltwissenschaftler Katastrophenszenarien vorantreiben, mediale Unterdrückung von anderen Meinungen, Politische Infiltration: Aufbau einer Weltregierung, Eine neue Religion des Anti-Humanismus
(17) Globalisierung und Kommunismus, Wirtschaftliche Globalisierung, Polarisierung des Reichtums und ermöglicht kommunistische Ideologie, Westliche Kapitalismus und die Kommunistische Partei Chinas, Politische Globalisierung, Eine Weltregierung führt zu Totalitarismus, Kulturelle Globalisierung, Export antitraditioneller Kultur durch westliche Länder, Multinationale Konzeren, Die UNO verbreitet verzerrte Werte
(18) Das Bestreben der Kommunistischen Partei Chinas, die Vereinigten Staaten zu ersetzen und die Welt zu dominieren, Weltherrschaft der KP China, Mehrstufige Strategie, Strategien des kommunistischen China für die Weltherrschaft, One Belt One Road, Great Periphery Strategy (die USA vom asiatisch-pazifischen Raum ausschließen), Teilen und Erobern in Europa um das Verhältnis mit den Vereinigten Staaten zu zerstören, Das „chinesische Modell“ zur Kolonisierung Afrikas, Vormarsch in Lateinamerika, militärische Ambitionen
(19) Zusammenfassung und Fazit